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Sauerländer haben hohe Kaufkraft
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Sauerländer haben hohe Kaufkraft

Sauerländer können sich deutlich mehr leisten als die meisten anderen Menschen in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die die Kaufkraft in 400 Kreisen und kreisfreien Städten vergleicht.

Veröffentlicht: Montag, 13.04.2026 22:00

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Der Hochsauerlandkreis landet im bundesweiten Vergleich des IW auf Platz 16 von 400. Mit einer Kaufkraft von durchschnittlich 32.796 Euro pro Kopf haben die Sauerländer fast das meiste Geld in NRW zur Verfügung. Besser schneidet nur unser Nachbarkreis Olpe ab. Mit einer Kaufkraft von 34.437 Euro landet der Landkreis als einziger aus NRW in den bundesweiten Top-Ten. Für die Kaufkraft zählt nicht nur das Einkommen, sondern auch, wie teuer die Lebenshaltung am Wohnort ist. Die IW-Studie setzt daher Einkommen und regionale Preise für Konsumgüter und Dienstleistungen ins Verhältnis. So entsteht ein preisbereinigtes Einkommen, das Regionen vergleichbar macht.  

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Ranking wird von bayerischen Landkreisen dominiert

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Mit einem preisbereinigten Pro-Kopf-Einkommen von 39.424 Euro im Jahr 2023 führt Heilbronn das Ranking an. Auch wenn die Einwohner des Landkreises Starnberg mit 44.500 Euro auf das höchste Einkommen in der Bundesrepublik kommen, liegt die Kommune nur auf Platz zwei. Der Grund: Das Preisniveau liegt dort 14 Prozent über dem Bundesdurchschnitt und schmälert die Kaufkraft deutlich. Nach Abzug der regionalen Preisunterschiede bleiben den Starnbergern 39.200 Euro im Jahr. Hinter Heilbronn und Starnberg reihen sich mit dem Landkreis Rhön-Grabfeld (38.479 Euro) und dem Kreis Neuwied (37.441 Euro) zwei Regionen ein, die nicht zu den klassischen Wohlstandszentren zählen. Auf Platz fünf folgt der Landkreis Miesbach (37.078 Euro). Insgesamt liegen damit drei der fünf bestplatzierten Regionen in Bayern. Auffällig ist: Abseits der großen Städte profitieren viele Regionen von niedrigen Lebenshaltungskosten. So liegt das Preisniveau in Rhön-Grabfeld sieben Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

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Großstädte schneiden deutlich schlechter ab

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Am unteren Ende des Rankings steht Offenbach am Main mit einem preisbereinigten Pro-Kopf-Einkommen von 21.430 Euro. Auch die Ruhrgebietsstädte Gelsenkirchen (Platz 399), Duisburg (Platz 398) und Herne (Platz 396) schneiden schwach ab. Das liege vor allem an dem schwachen Einkommen, so die Forscher. Hamburg (Platz 331), Köln (Platz 343), Frankfurt am Main (Platz 358) und Berlin (Platz 383) landen ebenfalls im hinteren Drittel.  Besonders die hohen Wohnkosten zehren die nominal hohen Einkommen auf und drücken die Kaufkraft deutlich.„Wer gleichwertigere Lebensverhältnisse schaffen will, muss vor allem den Wohnungsbau in den Städten voranbringen“, sagt IW-Ökonom Christoph Schröder. Gleichzeitig zeige sich, dass das Leben außerhalb der Metropolen finanziell durchaus attraktiv sei. „Damit sich mehr Menschen für ein Leben fern der großen Städte gewinnen lassen, müsste das Umland aber besser angebunden werden“.  

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