Sauerländer Brauereien sehnen Öffnung der Gastronomie herbei

Je länger Kneipen und Restaurants wegen Corona geschlossen sind, desto stärker sind die Brauereien bei uns betroffen. Am härtesten trifft es die regionale Westheimer Brauerei in Marsberg. 50 bis 70 Prozent des Umsatzes sind seit den Corona-Beschränkungen weggebrochen, so Chef Moritz von Twickel. Die Folge: Kurzarbeit der Außendienstler. Auch bei der Warsteiner Brauerei sind seit Ende März vor allem Mitarbeiter im Außendienst in Kurzarbeit. Seit dieser Woche sind noch einige Mitarbeiter aus den Bereichen der Produktion und der Kfz-Werkstatt betroffen, hieß es. Die Veltins Brauerei schickt im Mai rund 50 Mitarbeiter aus dem gastronomischen Außendienst in Kurzarbeit. Diese Entscheidung sei angesichts der unverändert und zeitlich nicht absehbaren Wiedereröffnung der Gastronomie und mangels politischer Signale getroffen worden, sagte ein Veltins-Sprecher. Außerdem werden einige Mitarbeiter im administrativen Verwaltungsbereich ihre Arbeitszeit reduzieren. Die Mitarbeiter im Handelsaußendienst sind mittlerweile wieder unterwegs. Der Braubetrieb fährt gegenwärtig unter hoher Auslastung unverändert weiter; dort werde es keinerlei Einschränkungen geben, so Veltins.

Biergarten
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Trend zu regionalen Lebensmitteln

Die regionale Westheimer Brauerei leidet jetzt in der Corona-Krise besonders und dem Verbot von Schützenfesten und privaten Feiern. 45 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. "Wir tun alles dafür, um gut durch die Krise zu kommen" sagte Brauereichef Moritz von Twickel im Gespräch mit Radio Sauerland. Er spürt im östlichen Sauerland ein große Solidarität für seine Brauerei. Sie würde vom Trend hin zu regionalen Lebensmitteln profitieren. Der Getränkeheimdienst der Westheimer Brauerei liefere von Tag zu Tag mehr Getränke an seine Kunden aus.


Perspektive für die Gastronomie

Alle Sauerländer Brauerein wünschen sich eine schnelle Wiedereröffnung der Gaststätten und Kneipen. Ein Sprecher der Veltins-Brauerei hält es durchaus für möglich in zwei Wochen Gaststätten und Kneipen wieder zu öffnen. In Biergärten ließen sich Tische und Stühle auf Abstand aufbauen, um den Corona-Regeln gerecht zu werden. Selbst Gastronomen mit Abhol- oder Lieferdienst würden hohe Verluste machen. Die Warsteiner Brauerei arbeitet aktuell mit ihren Handels- und Gastronomiepartnern an Konzepten und Maßnahmen für die Zeit nach dem Stillstand, so ein Sprecher.

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