Sanierungen an der Schlossruine Arnsberg

Schlossruine muss saniert werden. Bis dahin sind weite Teile der Ruine für Besucher gesperrt.


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Morgen soll im Arnsberger Rat über die Sanierung der Schlossruine und ihre Finanzierung gesprochen werden. Eine Sofortsicherung der Mauerschäden koste rund 350.000 Euro, heißt es von der Stadtverwaltung. Diese könne man nicht selbstfinanzieren und bitte nun den Stadtrat um Finanzmittel. Die Verwaltung hat ein Sanierungskonzept erarbeitet, dafür wurde die Schlossmauer von einem Statiker auf Schäden untersucht. Das Ergebnis wurde heute mittag vorgestellt: Es gibt an 15 Stellen Mauerschäden. Die Schäden seien im Moment zwar noch nicht gefährlich für Besucher, aber sie könnten durch weitere Steinschläge und durch das Wetter ausarten, so der Baudezernent Thomas Vielhaber. Deshalb müsse man jetzt zur Vorsorge weitere Teile der Schlossruine absperren. Im Jahr 2020 sollen alle Schäden an der Ruine erfasst werden. Die Verwaltung will dann in Zusammenarbeit mit Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Archäologen beauftragen, die die Ruine sanieren.

Schäden an der Mauer

Die Schäden befänden sich an der Ostseite der Schlossmauer, an den Torbögen und an der gesamten Westseite der Ruine, so  Michaela Röbke, die Leiterin des Fachbereichs Planen und Bau. Dort drohen einzelne Steine abzubrechen. An den Torbögen sind Risse in der Mauer. An einzelnen Stellen sind große Wassermengen in das Mauerwerk eingedrungen. Dadurch ist das Fundament nicht mehr so standfest wie vorher.

Weitere Absperrungen

Der östliche Panoramaweg war schon länger gesperrt. Jetzt sollen auch der westliche Rundweg und der Durchweg unter den Torbögen zum Schlossplateau abgesperrt werden. Außerdem soll es Sicherungsmaßnahmen am Weinberg, an den Gartenanlagen und am Parkplatz geben. Dadurch soll verhindert werden, dass Besucher zu Schaden kommen. Der Zugang zum Knappensaal ist allerdings weiterhin offen. Nächstes Jahr fänden laut Veranstalter über 40 Events dort statt. Im Juli 2019 gab es erstmals einen Steinschlag an der Ostseite der Schlossmauer. Danach wurde die Stelle abgesichert.

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