
Die finanzielle Lage der Stadt Sundern ist angespannt. Trotzdem ist die Sanierung des Hallenbades alternativlos. Die Sorpesee GmbH hat gestern im Finanzausschuss einen Zwischenbericht über die Planungen gegeben. Ein Großteil der Kosten für die Sanierung wird aus Fördergeldern bestritten. Insgesamt wird die Sanierung teurer als urspünglich gedacht. Das sind die Gründe:
Bei der Dachprüfung entdeckten Experten Feuchtigkeitsschäden – das Dach muss erneuert werden. Auch die Glasfassade braucht eine neue Metallkonstruktion. Die Statik hält das zusätzliche Gewicht aus, aber eine Solaranlage ist wegen der Schneelast nicht möglich. Estrich und Fliesen werden in mehreren Bereichen erneuert, Brandschutz wird verbessert. Wegen der Sanierung wird das Hallenbad in Sundern nach jetzigem Stand bis Anfang 2027 geschlossen bleiben. Die Kosten steigen, bleiben aber deutlich unter denen eines Neubaus, heißt es im Zwischenbericht der Sorpesee Gmbh. Die Stadt spare langfristig Betriebskosten und sei mit einer neuen Pellet-Heizung unabhängig von Gas. Die Sanierung mache das Bad energetisch und optisch moderner. Davon profitiere die Stadt.
Neubau wesentlich teurer
Ein Neubau mit vergleichbarem energetischem Standard würde voraussichtlich mindestens 22 Mio.€ kosten. Die Sanierungskosten werden sich auf voraussichtlich 5,98 Mio.€ brutto beziffern, wovon 3,91 Mio.€ gefördert werden. Der Vorteil gegenüber einem Ersatzneubau liege für die Stadt Sundern somit bei rund 16 Mio.€, heißt es in der Verwaltungsvorlage.