
Wenn der Wasserstand in Röhr, Settmecke oder im Bönkhauserbach in Sundern plötzlich höher ist als normal, dann kann das an Bauarbeiten des Ruhrverbandes liegen. Der Verband saniert aktuell den Hanggraben am Beileitungssystem der Sorpetalsperre. Diese Arbeiten dauern länger als geplant: Die im Juli 2026 begonnenen Arbeiten werden voraussichtlich erst Ende Dezember 2026 abgeschlossen sein, teilt der Ruhrverband mit. Bis dahin kann es in drei Gewässern im Bereich der Sorpetalsperre bei Starkregen zu höheren Wasserständen kommen.
Beengter Platz verzögert Bauarbeiten
Grund für die Verlängerung ist ein höherer Zeitbedarf bei der Ausführung der Bauarbeiten. Nach Angaben des Ruhrverbands verlaufen die Arbeiten bislang grundsätzlich reibungslos. Allerdings erweisen sich die beengten Platzverhältnisse auf der Baustelle als Herausforderung - dadurch lassen sich die Bauabläufe nur begrenzt beschleunigen. Der Ruhrverband rechnet deshalb mit einer längeren Bauzeit.
Während der Sanierung bleibt das Beileitungssystem weiterhin außer Betrieb. Die Abflüsse der Röhr, des Bönkhauserbaches und der Settmecke werden daher nicht wie gewohnt zur Sorpetalsperre übergeleitet. Stattdessen bleibt das Wasser vollständig in den natürlichen Gewässerläufen.
Im normalen Alltagsbetrieb sind dadurch in der Regel keine spürbaren Auswirkungen zu erwarten. Bei stärkeren Niederschlägen oder Hochwasserereignissen können die drei Gewässer jedoch höhere Wassermengen führen als während des regulären Betriebs des Beileitungssystems. Betroffen sein können insbesondere Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbebetriebe und Unternehmen entlang der Röhr, des Bönkhauserbaches und der Settmecke - jeweils unterhalb der Fassungsbauwerke.
Bei Starkregen Hochwasserlage im Auge behalten
Die Fassungsbauwerke dienen der Überleitung von Wasser zur Sorpetalsperre und sind Bestandteil der Wasserbewirtschaftung des Ruhrverbands. Eine Hochwasserschutzfunktion erfüllen sie nicht. Der Ruhrverband empfiehlt deshalb, bei angekündigten Starkregenereignissen die örtliche Hochwasserlage aufmerksam zu verfolgen und lose Gegenstände oder Materialien in Gewässernähe vorsorglich zu sichern. Die unmittelbar betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbebetriebe und Unternehmen sind bereits über die Maßnahme und die möglichen Auswirkungen informiert.
Mit der Sanierung des Hanggrabens investiert der Ruhrverband in die langfristige Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit des Beileitungssystems der Sorpetalsperre.