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Ruhrverband: Winter im Sauerland zu trocken
© Ruhrverband
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Ruhrverband: Winter im Sauerland zu trocken

Die Niederschlagsmenge war um etwa ein Drittel geringer als in einem Durchschnittswinter. Das stellt die Talsperren vor Herausforderungen.

Veröffentlicht: Dienstag, 10.03.2026 10:27

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Das Talsperrensystem des Ruhrverbands ist auf Vorratshaltung angelegt: In regenreichen Zeiten (meist im Winter) wird Wasser in den Talsperren wie dem Möhnesee, dem Sorpesee und dem Hennesee, aufgestaut, damit es bei Trockenheit (meist im Sommer) wieder an das Flusssystem abgegeben werden kann. Winter, in denen es deutlich weniger regnet als im langjährigen Mittel, stellen daher für die Talsperrensteuerung eine besondere Herausforderung dar. Wie der Winter 2025/26, der dem Ruhreinzugsgebiet nur etwas mehr als zwei Drittel (68 Prozent) des üblichen Niederschlags brachte, das teilt der Ruhrverband in seiner aktuellen Winterbilanz mit.

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Dezember deutlich zu trocken

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Besonders der Dezember war demnach mit minus 57 Prozent Niederschlag gegenüber dem langjährigen Monatsmittel erheblich zu trocken – ein Platz in den Top 10 der trockensten Dezember seit Aufzeichnungsbeginn 1927. Auch der Januar brachte deutlich zu wenig Regen bzw. Schnee (minus 40 Prozent), so dass die Talsperren des Ruhrverbands an insgesamt fünf Tagen im Dezember und Januar Zuschuss leisten mussten, um den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabfluss in der Ruhr aufrechtzuerhalten.

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Februar bringt mehr Niederschläge

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Erst in der zweiten Februarhälfte setzten ergiebige Niederschläge ein, die zu einem Plus von elf Prozent gegenüber dem langjährigen Monatsmittel und (in Verbindung mit der Schneeschmelze) zu einer jahreszeittypisch erhöhten Wasserführung in der Ruhr und ihren Nebengewässern sowie dem zeitweisen Überschreiten des Informationswerts 1 für Hochwasser an zwei Gewässerpegeln entlang der oberen und mittleren Lenne führte.

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Talsperrenfüllstand steigt nur langsam

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Im Gesamtfüllstand der Talsperren machten sich die ausbleibenden Niederschläge der ersten beiden Wintermonate deutlich bemerkbar: Bei 69,6 Prozent vom Vollstau lag er zu Winterbeginn am 1. Dezember 2025 und nahm in den Folgewochen nur sehr langsam zu. Noch Mitte Februar wurde mit 78,9 Prozent ein für die Jahreszeit außergewöhnlich niedriger Füllstand verzeichnet. In den beiden letzten Wochen des Monats konnte dann allerdings ein deutlicher Einstau der Talsperren um insgesamt rund 33 Millionen Kubikmeter Wasser erfolgen, so dass der Gesamtfüllstand am 28. Februar 2026 mit 85,9 Prozent nahe dem Durchschnitt für die Jahreszeit lag.

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Winter auch zu warm

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Auch wenn es vielen in den frostigen Januartagen nicht so vorgekommen sein mag: Der Winter 2025/26 war im Einzugsgebiet der Ruhr mit einer mittleren Temperatur von 2,9 Grad Celsius gegenüber dem Referenzzeitraum 1991 bis 2020 zu warm (um 1,2 Grad). Nur der Januar war kälter als im langjährigen Mittel, Dezember und Februar hingegen deutlich wärmer. Es war damit der 13. Winter in Folge, der im Ruhreinzugsgebiet zu warm war.

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