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Ruhrverband pflanzt Eichen aus eigenem Saatgut
© Ruhrverband
Die Stiel- und Traubeneichen sind aus eigenem Saatgut des Ruhrverbands gezogen
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Ruhrverband pflanzt Eichen aus eigenem Saatgut

Der Ruhrverband forstet die Wälder rund um unsere Talsperren mit eigenem Saatgut auf.

Veröffentlicht: Donnerstag, 02.04.2026 09:59

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Der Ruhrverband ist auch für die Wiederaufforstung rund um die Sauerländer Talsperren zuständig. Dafür nutzt er Saatgut aus der Region. Erfolgreiche Saatgutstrategie verbinde Klimaanpassung, Wirtschaftlichkeit und nachhaltige Wiederbewaldung, so der Ruhrverband.

Nach den großflächigen Schäden durch das Fichtensterben setzt der Verband gezielt auf klimaresiliente und standortgerechte Baumarten. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Nutzung von Saatgut aus eigenen, anerkannten Waldbeständen. Die Ergebnisse der Eichen-Saatguternte seit 2022 belegen, dass dieser Ansatz sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich überzeugt. Im Herbst 2022 wurden rund 640 Kilogramm Saatgut von Stiel- und Traubeneichen in den Beständen des Ruhrverbands gesammelt und zur Lohnanzucht an die Baumschule Jungermann gegeben. In den Jahren 2024 und 2025 sowie zuletzt im Februar 2026 wurden die daraus gezogenen jungen Eichen in verschiedenen Alters- und Größenstufen zurückgeliefert. Insgesamt konnten auf diese Weise rund 28.000 Eichenpflanzen für die eigenen Flächen gewonnen werden. Der Warenwert liegt bei etwa 32.740 Euro, während die Kosten für die Anzucht rund 28.300 Euro betrugen. Daraus ergibt sich eine Einsparung von etwa 4.440 Euro, was rund 14 Prozent entspricht. Die jungen Bäume wurden gezielt auf Kalamitätsflächen gepflanzt und leisten dort einen wichtigen Beitrag zur Wiederbewaldung.

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Herkunft des regionalen Saatguts ist von großem Vorteil

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Die Pflanzen sind optimal an die regionalen Standort- und Klimabedingungen angepasst. Die Saatgutgewinnung wurde in den Folgejahren konsequent fortgeführt. Im Herbst 2025 konnten erneut rund 620 Kilogramm Stieleichensaatgut geerntet und an die Baumschule Kleffmann zur Anzucht übergeben werden. In den kommenden drei Pflanzperioden ist mit weiteren Lieferungen in vergleichbarer Größenordnung zu rechnen. Die Stieleiche nimmt im Wiederbewaldungskonzept des Ruhrverbands eine besondere Stellung ein. Als heimische und wärmeliebende Baumart gilt sie als gut an die klimatischen Herausforderungen der Zukunft. Aus dem gewonnenen Saatgut werden perspektivisch zwischen 50.000 und 80.000 junge Bäume hervorgehen, die die Wälder langfristig stabilisieren. Die Strategie des Ruhrverbands setzt bewusst auf eine Kombination aus natürlicher Entwicklung und gezielter Pflanzung. Auf etwa der Hälfte der Kalamitätsflächen wird auf Naturverjüngung gesetzt. Baumarten wie Lärche, Pappel, Birke, Weide und Ahorn etablieren sich dort eigenständig und sorgen für strukturelle Vielfalt. Auf den übrigen Flächen wird aktiv gepflanzt, unter anderem mit Stieleiche, Nussbaum, Kirsche, Buche und Tanne. Dieses Zusammenspiel fördert die Entwicklung stabiler und artenreicher Mischwälder. Sie sind widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels und können Extremereignissen wie Stürmen, Trockenperioden und Schädlingsbefall besser standhalten.

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