
Von Winterberg aus mit dem Fahrrad entlang der Ruhr bis nach Duisburg radeln. Seit 2006 geht das auf dem RuhrtalRadweg. Er feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Von der Ruhrquelle bis zu ihrer Mündung in den Rhein führt der Weg über 240 Kilometer quer durchs Sauerland und das Ruhrgebiet. Zum Jubiläumsjahr hat die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) als Betreiber einige Aktionen geplant.
Baumpflanzaktion in Winteberg
So soll es u.a. ein verstärktes Social-Media-Marketing mit Jubiläumsaktionen in den Anrainerkommunen geben - sogenannte Jubiläumswochen. Außerdem möchte jede Anrainerkommune einen RuhrtalRadweg-Jubiläumsbaum pflanzen und mit der Aktion „Bäume erradeln“ sollen Radwandernde durch das Befahren der gesamten Strecke Baumsetzlinge erhalten können, die dann im Rahmen eines Pflanztages am RuhrtalRadweg in Winterberg in die Erde gebracht werden. Das soll den Radweg sichtbarer machen und das Thema Nachhaltigkeit voranbringen, heißt es. Außerdem ist geplant, den RuhrtagRadweg im März auf der Internationalen Tourismusbörse erneut als ADFC-Qualitätsradroute mit vier Sternen auszeichnen zu lassen.
Pläne für die Zukunft
Bei der Vorstellung des Jubiläumsprogramms hat die RTG auch eine bisherige Bilanz gezogen: Im Jahr 2022 etwa wurden rund 1,12 Millionen Aufenthaltstage entlang des Radwegs gezählt, der touristische Bruttoumsatz lag bei 39,4 Millionen Euro. Hochgerechnet haben RuhrtalRadweg-Reisende in den vergangenen 20 Jahren die Erde 5.000 Mal mit dem Fahrrad umrundet.
Für die Zukunft haben sich die Betreiber weitere Ziele gesetzt, um den Radweg nachhaltiger und für mehr Menschen zugänglich zu machen. Vor allem Familien, Menschen mit Einwanderungsgeschichte und Individual-Touristen sollen künftig besser angesprochen werden. Auch die Anreise mit der Bahn soll verbessert werden.
„Der RuhrtalRadweg verbindet das Ruhrgebiet und das Sauerland nicht nur geografisch, sondern auch strategisch“, sagt Dr. Jürgen Fischbach, Geschäftsführer des Sauerland‑Tourismus e. V. „Qualität und Nachhaltigkeit sind die Grundlage einer zukunftsfähigen Tourismusentwicklung.“