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Rekordflug aus dem Sauerland bis in die Eifel
© SauerlandAir e.V.
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Rekordflug aus dem Sauerland bis in die Eifel

Eine Gleitschirmfliegerin ist von Bestwig aus 160 Kilometer geflogen – so weit wie keine andere Frau zuvor an diesem Standort.

Veröffentlicht: Dienstag, 28.07.2026 15:00

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Britta Müller, Gleitschirmfliegerin und -fluglehrerin hat einen neuen Streckenflugrekord für Frauen im Fluggebiet Stüppel bei Bestwig aufgestellt. Mit einer Distanz von rund 160 Kilometern gelang ihr ein nach Angaben der Flugschule Papillon außergewöhnlicher Flug aus dem Sauerland über den Rhein bei Koblenz bis in die Eifel.

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Perfekte Wetterbedingungen ermöglichen Rekordflug

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Bei für das Gleitschirmfliegen perfekten Wetterbedingungen wie der richtigen Thermik und Wolkenbildung konnte sie den Flug über das Flachland besonders lange durchführen. Gerade im Sauerland und im angrenzenden Flachland braucht es für solche Distanzen neben fliegerischem Können auch das richtige Timing und viel Erfahrung, heißt es.

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Anspruchsvolle Route über das Siegerland

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Die Strecke führte vom Stüppel bei Bestwig aus zunächst in Richtung Süden über das Siegerland. Dort warteten gleich mehrere Herausforderungen: eine anspruchsvolle Topographie und die Kontrollzonen der Flughäfen Köln/Bonn und Siegerland. Präzises Navigieren war in diesem Streckenabschnitt laut Müller besonders wichtig.

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Zweimal über den Rhein bei Koblenz

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Nachdem sie den schwierigen Abschnitt gemeistert hatte, konnte Müller den Wolkenstraßen folgen. Diese boten ideale Bedingungen für einen weiten Flug. Bei Koblenz überquerte sie den Rhein gleich zweimal. Nach rund 6,5 Stunden Flugzeit landete sie schließlich in Hohenleimbach in der Eifel, unweit des Nürburgrings.

„Dieser Flug war für mich etwas ganz Besonderes, weil ich eine solche Distanz in unserer Gegend noch nicht geflogen bin. Daher hatte ich mir immer wieder realistische Zwischenziele gesetzt, die ich erreichen wollte, damit ich nicht gefrustet bin, wenn ich mein Hauptziel, den Rhein zu überqueren, hätte nicht erreichen können. Der Rest war wie ein Geschenk und ich habe es einfach nur noch genießen können.“ - Britta Müller, Gleitschirmfliegerin
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Vorbereitung besonders wichtig

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Nach eigenen Angaben hatte Müller den Flug im Vorfeld sorgfältig vorbereitet. Sie spielte verschiedene Szenarien durch und schätzte ab, welche Lufträume bei der vorhergesagten Windrichtung relevant werden könnten. Gleichzeitig blieb sie flexibel, weil sich Wind und Wetter im Tagesverlauf immer auch anders entwickeln können als prognostiziert.

„Für längere Streckenflüge bereiten ich mich natürlich vor. Ich habe meine Wasservorräte und einen Müsliriegel dabei. Ich ziehe mich richtig warm an, auch wenn es unten 30 Grand sind. Lieber schwitzen als oben frieren. Da es für uns Mädels nicht so praktische Lösungen wie das Urinalkondom für die Herren gibt, trinke ich regelmäßig, aber eher kleinere Mengen, sodass ich mindestens 6-7 Stunden aushalte. Ich verschwende auch keinen Gedanken daran, wie ich wieder nach Hause komme, da es einen eher ausbremsen kann, weite Strecken zu fliegen.“ - Britta Müller, Gleitschirmfliegerin
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Hilfsbereitschaft nach der Landung

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Nach der Landung wartete noch ein kleines Abenteuer. Sowohl der Smartphone-Akku als auch die Energiereserven waren nahezu aufgebraucht. Zum Glück traf Müller auf eine hilfsbereite Familie, die ihr spontan eine Übernachtungsmöglichkeit anbot, sie mit Essen und einem Landebier versorgte und sie am nächsten Morgen zum Bahnhof nach Koblenz brachte.

Auch das gehört für Müller zur besonderen Faszination des Gleitschirmfliegens:

„Mich begeistert nach wie vor das Spiel mit der Natur. Kein Flug ist wie der andere. Und unterwegs begegnet man immer wieder offenen und hilfsbereiten Menschen - genau solche Begegnungen machen unseren Sport für mich so besonders.“ - Britta Müller, Gleitschirmfliegerin
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