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Rathausumbau verzögert sich weiter
© v-architekten, rendertaxi
Feuchtigkeit im frisch sanierten Rathaus Arnsberg
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Rathausumbau verzögert sich weiter

Derzeit ist der Bauablauf beim Innenausbau im Rathaus-Hochtrakt aufgrund von Feuchtigkeitsschäden gestört, so die Stadt Arnsberg.

Veröffentlicht: Mittwoch, 01.04.2026 22:00

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Beim Rathausumbau in Arnsberg kommt es immer wieder zu Verzögerungen und Mehrkosten. Die Fassadenarbeiten an der Nord-, Ost- und Westseite des 7-stöckigen Hochtrakts in Nähe der Autobahn Höhe Neheim sind abgeschlossen, so die Stadt Arnsberg. An der Südseite wurde die Unterkonstruktion zum Anbringen der sog. Shadow-Boxen vormontiert. Nach der Demontage des Gerüsts könne hier zeitnah mit der Verglasung mit Wärmedämmung begonnen werden, heißt es. 

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730 Fassadenelemente sind bereits installiert

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Bislang wurden 730 Fassadenelemente montiert. Die zentrale raumlufttechnische Anlage ist installiert worden. Sie ermöglicht eine kontrollierte Lüftung, Klimatisierung und Luftreinigung für das Gebäude und die darin vorhandenen Büros, heißt es. Jetzt läuft die Installation eines Personen- sowie eines Evakuierungsaufzugs. In zwei Geschossen sind die vorbereitenden Montagearbeiten für die Systemtrennwände zur Einrichtung der einzelnen Büros bereits fertig. Auf zwei Dritteln der insgesamt sieben Etagen des Hochtrakts ist ein Brandschutz-Putz auf einer Gesamtfläche von rund 6.350 Quadratmetern bereits vollständig aufgebracht worden. Für die künftige Energieversorgung werden in den nächsten Wochen 150 Photovoltaik Module auf dem Flachdach installiert, so die Stadt.

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Innenausbau ausgebremst

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Derzeit ist der Bauablauf beim Innenausbau im Hochtrakt aufgrund von Feuchtigkeitsschäden gestört. Der Schaden auf drei Etagen des Hochtrakts wurde aufwändig dokumentiert, wird reguliert und auf Grundlage eines Sanierungsplans aktuell behoben, heißt es. Abhängig von diesem Schaden sind vor allem der weitere Boden- und Innenausbau der betroffenen Etagen. Unerwartet ist ein weiterer Feuchtigkeitsschaden im Untergeschoss am Brandschutz- und Wärmedämmputz aufgetreten. Hier laufen aktuell die Untersuchungen und Planungen zum weiteren Vorgehen analog zum vorherigen Schaden. 

Am Flachtrakt, dem „Bürgerzentrum“,  laufen die Restarbeiten an der Fassade. Derzeit wird die Eckverglasung an der Ostseite montiert. An der Nord- und Südseite des künftigen neuen Ratssaals werden die „Shadow-Boxen“ angebracht. Der Bereich der Heizungs- und Kälteinstallation mache weiter Fortschritte, so die Stadt. Es wurden bereits vier Pufferspeicher für Warmwasser und sieben Pufferspeicher für Kaltwasser installiert. Derzeit wird die Installation von sechs Wärmepumpen zur Nutzung des natürlich vorkommenden Sole Wassers vorbereitet.

Auch auf dem künftigen Rathaus-Vorplatz laufen bereits Arbeiten am Außengelände, so die Stadt.

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Einzug aktuell ungewiss

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Der Wiedereinzug erster Abteilungen an den Rathausstandort wird derzeit aufgrund der aufgetretenen Feuchtigkeitsschäden neu kalkuliert und hängt von den Auswirkungen der Schäden und deren Beseitigung ab. Die Stadt Arnsberg erwartet die Ergebnisse der laufenden Untersuchungen zu den Einflüssen auf den Bauzeitplan in den nächsten Wochen.

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Kosten

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Seit März 2023 kommuniziert die Stadt Arnsberg eine Gesamtsumme von 67,9 Mio. Euro für die Sanierung des Hochtrakts, den Neubau des Bürgerzentrums (Flachtrakt) sowie die Gestaltung der Außenanlagen. Bei der seit über zwei Jahren stabilen Kostenkalkulation war die Sanierung des Beschäftigten- und Besucherparkplatzes nicht vorgesehen und somit auch nicht eingeplant. Die Beseitigung der gefundenen Altlasten zwingt die Stadt Arnsberg jetzt jedoch zur Neugestaltung des Parkplatzes am Rathaus. Dabei fallen 550.000 Euro zusätzliche Kosten an.

Weitere Kosten in Höhe von 500.000 Euro fallen durch inflationsbedingte Preissteigerungen und für eine zusätzliche Brandschutzanlage im Hochtrakt an (aufgrund zusätzlich vorgeschriebener Funk-Anlage / BOS). Insofern steigen die Kosten für die Sanierung um 1.050.000 Euro auf insgesamt rund 69 Mio. Euro, so die Stadtverwaltung. 

Im aktuellen Haushalt sind 3,5 Mio. Euro als Vorschuss zur Behebung der Feuchtigkeitsschäden und damit verbundene Arbeiten eingeplant. Die Stadt Arnsberg erwartet die vollständige Erstattung der Kosten durch die Versicherungen der Verursacher. Die Summe von 3,5 Mio. Euro beeinflusse damit nicht die angepasste Kostenkalkulation.

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