
Bei der Stadt Olsberg ist die Finanzlage angespannt. In diesem Jahr geht Bürgermeister Patrick Potthoff von einem Defizit von gut sieben Millionen Euro aus. Heute soll der Stadtrat den Haushalt 2026 beschließen. Die Stadt geht davon aus, dass sich die finanzielle Lage bis 2029 nicht verbessert. Ohne die Aufnahme von Krediten werde Olsberg nicht auskommen. "Das ist kein exklusives Problem der Stadt Olsberg, auch die Nachbarkommunen im HSK und alle Städte und Gemeinden in NRW stehen vor diesem Thema", so Bürgermeister Potthoff. Die Rücklagen der Stadt Olsberg werden in diesem Jahr aufgebraucht sein. Auch das Sondervermögen des Bundes, 500 Mrd. Euro, von denen Olsberg voraussichtlich gut 8 Mio. Euro zugewiesen werden, werde hier keine dauerhafte Entspannung der Lage erwirken. "Für eine solide und handlungsfähige Zukunft brauchen wir hier jedoch Lösungen auf Landes- und Bundesebene, um eben nicht Mangelverwalter zu werden, sondern Gestalter kommunaler Entwicklung", so Potthoff.
Investitionen der Stadt Olsberg
Die Ausgaben der Stadt Olsberg fließen zu einem großen Teil in Investitionen der Infrastruktur wie Feuerschutz, Straßen und Wege und in Gebäude.
Beim AQUA Olsberg gehen die Sanierungunsarbeiten voran. Das Dach ist geschlossen, der Solebereich soll Ende April wieder eröffnen. Auch der Hochbau des neuen Feuerwehrhauses in der Kernstadt schreitet voran. Weil die Arbeiten und Kosten im Plan liegen, erwartet der Olsberger Bürgermeister, dass der Löschzug Bigge-Olsberg das Gebäude Anfang 2027 in Betrieb nehmen kann.
Weitere Projekte der Stadt Olsberg 2026: das Baugebiet an der Stenderke in Bruchhausen, die Dorferneuerungsmaßnahme in Elpe, das Feuerwehrhaus in Antfeld, die weiteren Feuerwehrhäuser in Bruchhausen und Elleringhausen.