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Ramsbecker Bergbau: 100 Jahre Eickhoffstollen
© Archiv Elfriede Krauth
Stolz vor dem Stollen: Alle Beteiligten posieren samt der Kutsche des Direktors für das Erinnerungsfoto. Am Stollenmundloch ist die Inschrift noch unvollständig: 1923–192_.
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Ramsbecker Bergbau: 100 Jahre Eickhoffstollen

Heute vor genau 100 Jahren ist im Ramsbecker Bergbau der Durchschlag des Eickhoffstollens gelungen

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Heute vor 100 Jahren ist im Ramsbecker Bergbau der Durchschlag des Eickhoffstollens gelungen. Noch heute fahren die Gäste des Sauerländer Besucherbergwerks in Bestwig-Ramsbeck durch diesen Stollen in den Dörnberg ein. 1955 entstand am Stollen eine neue Waschkaue, das heutige Bergbaumuseum. Ab da war der Eickhoffstollen der zentrale Einfahrtsstollen. Als der Bergbau am 31. Januar 1974 aus wirtschaftlichen Gründen endete, war der Stollen rund fünf Kilometer lang. Nur sieben Monate später, am 27. August 1974, öffnete er wieder, diesmal für das Schaubergwerk.

Bis heute rumpelt die originale Grubenbahn aus den 1950er Jahren rund 1,5 Kilometer durch den Stollen ins Bergwerk. Mehr als 3,5 Millionen Gäste saßen schon als Passagiere an Bord. Die Einfahrt ist bis heute das Highlight jedes Besuchs und soll es auch in Zukunft bleiben, so die Gemeinde Bestwig.

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Durchschlag des Eickhoffstollens 1926

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Am 28. Oktober 1926 trafen sich im Berg die beiden Enden des Stollens. Bergleute hatten ihn aus zwei Richtungen vorangetrieben: ein Teil startete in Ramsbeck, der andere an der Grube Aurora. Kurz vor dem Durchschlag wuchs die Skepsis, erzählt die Tochter des damaligen Markscheiders. Der Generaldirektor der Aktiengesellschaft aus Aachen meinte, die Schläge kämen aus der falschen Richtung. Dann erschien ein kleines Loch in der Ortsbrust, das immer größer wurde. Am Ende wanderte sogar eine Flasche Schnaps hindurch.

Die Berechnungen stammten vom Markscheider August Muhs. Er war damals gerade einmal 22 Jahre alt. Seine Zahlen stimmten fast auf den Zentimeter genau. An der Durchschlagsstelle brachte er eine Messingtafel an, die 1947 allerdings gestohlen wurde. Benannt ist der Stollen nach dem im Krieg gefallenen Ramsbecker Bergwerksdirektor Dr. Adalbert Eickhoff.

Großprojekt in Krisenzeiten

Das Großprojekt fiel in eine schwierige Zeit. Der Erste Weltkrieg hatte den Bergbau bei Ramsbeck schwer getroffen. Die Belegschaft war 1920 auf einem Tiefstand, und von Oktober 1923 bis März 1924 stand die Grube wegen der Inflation zeitweise still. Die Eigentümerin setzte trotzdem auf Modernisierung. Bohrmaschinen ersetzten die Handarbeit, und größere Förderwagen wurden angeschafft. Die Förderung von Roherz stieg auf mehr als das Doppelte. 1926 hatte die Belegschaft mit über 500 Beschäftigten wieder den Vorkriegsstand erreicht.

Der Eickhoffstollen sollte die Gruben Dörnberg und Aurora verbinden und so die Transportwege verkürzen. Außerdem sollte er das Grubenwasser nach über Tage ableiten. Gebaut wurde er ab 1923, mitten in der Krise.

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