
Eigentlich hatte die Bahn angekündigt, dass heute zwischen Bestwig und Winterberg wieder der RE57 fahren wird. Dieser Termin wird nicht gehalten. Zwischen Nuttlar und Bigge laufen Instandsetzungsarbeiten an einer Stützmauer zwischen Nuttlar und Bigge. Die Fachleute haben unter anderem notwendige Betonarbeiten durchgeführt. Bei einer kürzlichen Überprüfung ist festgestellt worden, dass der Beton zwingend noch rund einen Monat aushärten muss, teilt die Bahn mit. Dabei handelt es sich um eine festgesetzte Aushärtungsdauer, um die Standfestigkeit der Stützmauer zu garantieren. Die Folge: Die Strecke zwischen Bestwig und Winterberg muss Ende September gesperrt bleiben. Nach aktuellen Planungen kann der Zugverkehr wieder ab dem 1. Oktober 2026 über die Strecke rollen. Bis dahin bleibt der Schienenersatzverkehr bestehen.
Über Monate müssen Pendler und Bahnreisende auf dieser Strecke schon mit dem Bus fahren. Am 19. Mai hatten Fachleute der Bahn bei einer regelmäßigen Überprüfung auf der Strecken zwischen Olsberg-Bigge und Bestwig-Nuttlar Schäden an einer Stützwand festgestellt. Aus Sicherheitsgründen wurde der Streckenabschnitt daraufhin sofort gesperrt.
Diese Arbeiten sind in den vergangenen Monaten durchgeführt worden
Um die Strecke zwischen Bestwig und Winterberg wieder freigeben zu können, mussten die Fachleute der Bahn eine zusätzliche Stützmauer auf rund 40 Metern bauen und diese mit Ankern verstärken, so eine Bahnsprecherin. In diesem Rahmen wurden noch Bewehrungs- und Spritzbetonarbeiten durchgeführt. Für diese umfassenden Arbeiten waren Genehmigungen durch das zuständige Eisenbahn-Bundesamt (EBA) notwendig. Die Fachleute mussten somit zunächst die Ausführungsunterlagen erstellen, einreichen und durch das EBA prüfen und genehmigen lassen. Nachdem die Genehmigungen erteilt worden sind, hätten die Bahn-Mitarbeitenden umgehend mit den Arbeiten angefangen.
Eisenbahnbrücke in Nuttlar muss erneuert werden
Zwischen Bigge und Nuttlar steht eine weitere Großbaustelle an. Nach aktuellem Stand plant die DB InfraGO die Erneuerung der Eisenbahnbrücke über den Schormeckebach in Nuttlar. Die Brücke ist marode. Dafür finden in den Nächten vom 2. Oktober bis 9. Oktober 2026 jeweils von 21 bis 5 Uhr vorbereitenden Arbeiten, unter anderem an Kabeln, statt. Im Februar und August 2027 sind die Hauptarbeiten an der Brücke geplant. Etwaige Auswirkungen auf den Zugverkehr werden rechtzeitig vorher erarbeitet und bekannt gegeben, verspricht die Bahn.
Ab Februar 2027 umfangreiche Brückenarbeiten auf der Oberen Ruhrtalbahn
Auch auf der Oberen Ruhrtalbahn stehen im kommenden Jahr viele Bauarbeiten an. Weitere Brücken müssen saniert werden. Damit Wintersportler mit der Bahn in die Sauerländer Skigebiete reisen können, sollen die Bauarbeiten erst im Februar anfangen.
Das plant die Deutsche Bahn:
- Zweite Bauphase vom 1. Februar 2027 bis 30. Juli 2027: In dieser Bauphase erneuert die DB die Eisenbahnbrücken „Untergraben“ in Meschede sowie „Röhr“ in Neheim-Hüsten vollständig. Die bestehenden Bauwerke werden entfernt und zunächst durch Hilfsbrücken ersetzt. Zusätzlich sind weitere Arbeiten unter anderem an Gleisen und Bahnübergängen geplant.
- Dritte Bauphase vom 1. August 2027 bis Ende 2027: In diesem Bauzeitraum modernisiert die DB die Eisenbahnbrücke „Rammbach“ in Fröndenberg (Ruhr). Auch hier werden die Fachleute das Bestandsbauwerk entfernen und durch eine neue Brücke ersetzt. Mit den Arbeiten an dieser Brücke kann die DB erst beginnen, wenn die Maßnahmen an den Brücken „Untergraben“ und „Röhr“ abgeschlossen sind. So wird sichergestellt, dass die Industrie ihre Werke an der Strecke weiterhin aus jeweils einer Richtung erreicht.