
Drei Angeklagte wegen mutmaßlicher Drogenstraftaten vor Gericht
Drei Angeklagte aus Wuppertal stehen derzeit wegen mehrerer mutmaßlicher Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz in Arnsberg vor Gericht. Das Landgericht verhandelt gegen sie, weil sie u.a. Amphetaminöl aus den Niederlanden nach Deutschland eingeführt haben sollen und bandenmäßigen Drogenhandel betrieben haben sollen.
Übergaben auch im Sauerland vorgeworfen
Einem Angeklagten werden auch Übergaben von Amphetaminöl im Sauerland zur Last gelegt. Im Oktober und Dezember 2025 soll er in Arnsberg und Olsberg das Öl, das zur Herstellung von Amphetamin verwendet wird, an Abnehmer weitergegeben haben.
Für den Prozess gegen die drei Angeklagten sind insgesamt sechs Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil soll Mitte Oktober fallen.
Ermittlungen seit Oktober 2025
Die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis ermittelt seit Ende Oktober 2025 gegen eine überregional agierende Tätergruppierung wegen des Verdachts des illegalen Drogenhandels.
Bereits am 25. Oktober 2025 wurden zwei Tatverdächtige aus Arnsberg im Alter von 35 und 45 Jahren festgenommen. Dabei stellten die Ermittler 2,3 Kilogramm Amphetamin sicher. In beiden Fällen wurden Haftbefehle erlassen.
Weitere Festnahme in Olsberg
Am 22. Dezember 2025 kam es im Bereich Olsberg zu einer weiteren Festnahme. Die Polizei stellte nach eigenen Angaben einen Liter Amphetaminöl und ein Kilogramm Ketamin sicher.
Durchsuchungen in Wuppertal und Lüdinghausen
Im weiteren Verlauf der Ermittlungen identifizierten die Beamten einen 45-jährigen Tatverdächtigen aus Wuppertal sowie weitere Beschuldigte. Am 13. Februar 2026 durchsuchten Einsatzkräfte insgesamt fünf Objekte in Wuppertal und Lüdinghausen. Dabei wurden vier Haftbefehle vollstreckt.
Große Menge Drogen sichergestellt
Nach Polizeiangaben wurden unter anderem 33 Liter Amphetaminöl, 15,4 Kilogramm Amphetamin, 8,45 Kilogramm Kokain, 1,4 Kilogramm Marihuana, 283 Gramm Haschisch, 5.000 Konsumeinheiten LSD, 126 Gramm Ecstasy, 239 Gramm Ketamin sowie 762 Potenzmittel sichergestellt. Außerdem fanden die Ermittler 105.000 Euro Bargeld. Den geschätzten Straßenverkaufswert der Betäubungsmittel beziffert die Polizei auf rund 1,528 Millionen Euro.