
Die Stadt Arnsberg verfolgt mit den präventiven Hausbesuchen ein klares Ziel: Älteren Menschen soll ein selbstständiges Leben auch im hohen Alter ermöglicht werden. Das Besondere an diesem Ansatz ist die aktive Kontaktaufnahme. Alle Bürgerinnen und Bürger, die ihren 80. Geburtstag feiern, erhalten von der Fachstelle Zukunft Alter einen Brief mit dem Angebot eines persönlichen Gesprächs. Dieses kann entweder bei ihnen zu Hause, im Büro der Fachstelle oder telefonisch stattfinden. Die Gespräche sind individuell und richten sich nach den Bedürfnissen der älteren Menschen. Häufig geht es um Themen wie Wohnen, soziale Kontakte oder Gesundheit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle kommen dabei mit Menschen in Kontakt, die sich von sich aus oft nicht melden würden. So können sie frühzeitig Fragen klären, Herausforderungen erkennen und bei Bedarf passende Unterstützungsangebote vermitteln. Gleichzeitig gewinnen sie wertvolle Einblicke in die Lebenssituation älterer Menschen und entwickeln gemeinsam mit Kooperationspartnern neue Angebote.
Das Angebot wird von den Arnsbergern überwiegend positiv aufgenommen. Viele freuen sich über die Möglichkeit, in einem vertraulichen Rahmen über ihre persönliche Situation zu sprechen. Dank der guten Vernetzung der Fachstelle funktioniert auch die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern reibungslos, so die Stadt.
Zahlen und Fakten
Seit dem Start der Hausbesuche im Jahr 2023 wurden insgesamt 404 Menschen im Alter von 80 Jahren in Arnsberg besucht. Die Gespräche werden von Sylvia Mersmann und Judith Wohlgemuth durchgeführt, die beide bei der Fachstelle Zukunft Alter tätig sind. Im April 2026 endet die Förderphase eines dreijährigen Projekts, das von 2023 bis 2026 durch das LEADER-Programm unterstützt wurde. Aufgrund der positiven Erfahrungen hat der Stadtrat im Juli 2025 beschlossen, diese Maßnahme dauerhaft fortzuführen.