
Pollenallergiker im Hochsauerlandkreis leiden aktuell: Sie niesen, haben Schnupfen, rote Augen und Atemprobleme. Schon jetzt blühen Hasel, Erle oder Weide und verteilen ihre Pollen in großen Mengen durch die Luft. „Die Pollensaison ist bereits in vollem Gange. Hasel, Erle, Pappel, Weide und Ulme werden schon jetzt an windigen Tagen in teils großen Mengen durch die Luft getragen und machen vielen Allergikern zu schaffen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider. Die Pollensaison beginne jedes Jahr früher.
Schätzungen gehen davon aus, dass rund 20% der Sauerländer unter Pollenallergien leiden. Häufig sind auch Kinder und Jugendliche betroffen.
Wer seine Allergie nicht behandelt, riskiert, dass sich Asthma entwickelt. Fachleute raten zu einer Behandlung der Pollenallergien durch Medikamente oder durch eine Sensibilisierung. Statistisch gesehen führt jede dritte Pollenallergie zu Asthma. Im HSK stellen sich bereits seit Jahren immer mehr Gastronomiebetriebe auf Allergiker ein. Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen am Beispiel von Hasel auf, dass sich der Beginn der Blüte seit 1951 um etwa einen Monat verfrüht hat. Es wird eine weitere Verfrühung der Pollensaison bei gleichzeitigem Anstieg der Allergiker-Zahlen erwartet.
Allergie-Test bringt Klarheit
Es gibt verschiedene Allergietests. Am häufigsten wird der Prick-Test verwendet, so die AOK. Dabei kann der Facharzt (Allergologe) mehrere Allergenextrakte auf beziehungsweise in die Haut bringen. Tritt eine Reaktion auf, kann dies ein Hinweis auf eine Allergie sein. Die Therapie gliedert sich in Allergenkarenz, medikamentöse Therapie und spezifische Immuntherapie.
Nach Informationen des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) kann das Tragen von Mund-Nasenschutzmasken oder Sonnenbrillen während der Pollenzeit einen guten zusätzlichen Schutz bieten, um den Pollenkontakt zu minimieren.