
Die Polizei hat eine überwiegend positive Bilanz des Karnevals im Hochsauerlandkreis gezogen. Sie spricht von einem überwiegend friedlichen Verlauf der Feiern und Karnevalsumzüge: "Die Karnevalstage sind größtenteils ruhig und ohne Eskalationen verlaufen", so Polizeisprecher Benedikt Teutenberg. Hin und wieder gab es Streitigkeiten, die vor Ort geschlichtet werden konnten. Auch die Zahl der Körperverletzungen sei im Verhältnis zum hohen Feieraufkommen begrenzt gewesen. Besonders die mehrfachen Verdachtsfälle von KO-Tropfen und ein bekannt gewordener Fall der sexuellen Belästigung trübten allerdings aus Sicht der Polizei das ansonsten positive Gesamtbild und werfen ein ernstzunehmendes Schlaglicht auf bestehende Risiken bei Karnevalsveranstaltungen. "Prävention, Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme bleiben von großer Bedeutung", so Teutenberg.
Mehr Kontrollen über die Karnevalstage
Die Polizei hat die Fälle von Trunkenheit am Steuer von Weiberfastnacht bis gestern früh aufgelistet. Vier Autofahrer fielen der Polizei in Meschede, Sundern, Brilon und Olsberg auf, weil sie nicht mehr richtig fahren konnten und Ausfallerscheinungen hatten. Alle waren alkoholisiert. In Hüsten war ein betrunkener Radfahrer unterwegs. In Winterberg, Niedersfeld und Sundern-Hachen sind drei Männer trotz Drogenkonsums Auto gefahren. Ob die Akohol- und Drogenfahrten mit dem Karneval zusammen hängen, kann die Polizei nicht sagen. In Arnsberg und Marsberg-Westheim ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung. Dort besteht der Verdacht auf K.O.-Tropfen.
In einem Ortsteil von Brilon hatten Passanten eine hilflose Person auf einem Parkplatz gefunden. Das DRK wollte den Mann ins Krankenhaus bringen. Dabei wurde er beleidigend und wollte sich nicht behandeln lassen. Zu seinem Schutz nahm ihn die Polizei in Gewahrsam. Nachdem er ausgenüchtert war, konnte er die Zelle verlassen.