
Morgen läuft der erste Christopher Street Day(CSD) im Hochsauerlandkreis. Nach dem Anschlag beim Christopher Street Day in Berlin will die Polizei auch im Hochsauerlandkreis besonders aufmerksam sein. Für den ersten CSD in der Neheimer Innenstadt kündigt sie eine sichtbare Präsenz und lageangepasste Sicherheitsmaßnahmen an. Auch das Orgateam des CSD Veranstalters "offen.BUND Arnsberg" steht in engem Kontakt zu Polizei und Ordnungsamt. Die beiden Behörden sind zuständig, da der CSD eine Demonstrationsveranstaltung ist. Schon vor den Anschlägen in Berlin habe die Frage im Mittelpunkt gestanden: Wie können wir den Tag für alle möglichst sicher gestalten? Der Anschlag hat die Veranstelter darin bestärkt, dass diese ganzen Planungen richtig waren. Morgen ist auch ein spezielles Awarenessteam mit lila Westen unterwegs. Das ist für die Teilnehmer der Veranstaltung jederzeit ansprechbar.
Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin ist auch die Polizei bei uns sensibilisiert
Mit einem Erlass vom 26. Juli 2026 hat das Innenministerium die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen nach dem Anschlagsgeschehen in Berlin umfassend sensibilisiert. In Berlin war ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Ein Mensch ist dabei ums Leben gekommen. 31 Menschen sind zum Teil lebensgefährlich verletzt worden.
Die Polizei in NRW setzt seitdem auf eine deutlich sichtbare Präsenz an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten - zum Beispiel bei Veranstaltungen oder Volksfesten. Außerdem werden bestehende Schutzmaßnahmen überprüft und bei Bedarf angepasst.
Auch mit Blick auf den ersten Christopher Street Daymorgen in in Neheim, trifft die Polizei nach eigener Aussage die nötigen Maßnahmen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Einsätze werden in einer sogenannten „Besonderen Aufbauorganisation“ geplant. Das bedeutet: Kräfte und Einsatzstruktur werden gezielt an die jeweilige Lage angepasst. Die Polizei im Hochsauerlandkreis gewährleistet das Recht auf friedliche Versammlung und schützt die Teilnehmenden. Ihre Sicherheit habe für die Einsatzkräfte höchste Priorität. Gleichzeitig sei es das Ziel, die Auswirkungen auf Anwohner, Verkehrsteilnehmer und Gewerbetreibende auf das notwendige Maß zu begrenzen.
Die HSK-Polizei appelliert an alle Beteiligten, friedlich und respektvoll miteinander umzugehen. Verdächtige Beobachtungen oder konkrete Gefahren sollten umgehend den Einsatzkräften vor Ort oder über den Polizeinotruf 110 gemeldet werden.
Verkehrsbehinderungen durch den CSD
Der Aufzug beginnt um 14 Uhr am Gransauplatz. Die anschließende Kundgebung und Veranstaltung endet voraussichtlich gegen 19 wieder am Gransauplatz
Die Wegstrecke führt über:
Gransauplatz - Mendener Straße - Möhnestraße - Ordensmeisterstraße - Johannesstraße - Schobbostraße - Mendener Straße - Gransauplatz.
Während des Aufzuges sind vorübergehende Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen zu erwarten. Davon können auch angrenzende Straßen betroffen sein. Die Polizei bittet Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis und empfiehlt, den Veranstaltungsbereich nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren. Den Anweisungen der eingesetzten Polizeikräfte sei Folge zu leisten.