
Junge Sauerländer für Pflegeberufe zu begeistern, war das Ziel eines Projektes, das 2024 unter dem Namen „care4future" vom Kreis beschlossen wurde. Zielsetzung war es, einen Beitrag zur Deckung des Bedarfs an Pflegekräften im Hochsauerlandkreis zu leisten. Das Projekt, das in Arnsberg Schulen und Pflegeeinrichtungen zusammengebracht hat, soll weiterlaufen. Arnsberger Schüler von 3 Haupt- und Sekundarschulen können auch weiterhin ab der Klasse 8 Praktika in Pflegeeinrichtungen machen, und so einen Einblick in Pflegeberufe bekommen. Das Projekt ist heute auch Thema im Kreisgesundheitsausschuss.
Rückblick auf die Projektanfänge:
Die projektbegleitende Federführung hatte das Beratungsunternehmen contec GmbH. Es hat deutschlandweit bereits über 90 Netzwerke nach diesem Konzept realisiert, so der Kreis. Für die Projektbegleitung durch das Beratungsunternehmen wurden vom Hochsauerlandkreis im Jahr 2025 Kosten in Höhe von 17.560,00 € übernommen.
Projektverlauf und Umsetzung:
Modelkommune war Arnsberg, da dort sowohl die Anzahl der Schulen als auch der Pflege- und Betreuungseinrichtungen am größten ist. Im April 2025 gab es eine Digitale Informationsveranstaltung für interessierte Schulen Im Februar war dann Auftaktveranstaltung in der Agnes-Wenke Sekundarschule.
Vereinbarte Kooperationen: Pflegeverbund Arnsberg mit der Grimmeschule (Hauptschule), Caritas-Verband Arnsberg-Sundern mit der Sekundarschule am Eichholz, Hochsauerland-Klinikum & St. Johannes Pflegezentrum mit der Agnes-Wenke Sekundarschule
Umsetzungsformate: Es gab AGs und Praxisausflüge für die Jahrgänge 9 und 10, Neigungskurseinheiten und Praxisausflüge für die Jahrgänge 9 und 10, Wahlpflichtfach mit Praxisausflügen für die Jahrgänge 8 bis 10. Die Umsetzung lief in der zweiten Hälfte des Schuljahres 2025/2026. Die Angebote wurden gemeinsam zwischen Schulen und Einrichtungen gestaltet und bedarfsgerecht angepasst. An dem Projekt nahmen insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler teil: Grimmeschule: 10 Schülerinnen und Schüler, Sekundarschule am Eichholz: 13 Schülerinnen und Schüler, Agnes-Wenke Sekundarschule: 17 Schülerinnen und Schüler.
Fazit
Im Anschluss wurde das Projekt von allen Beteiligten als sehr positiv bewertet, so die Kreisverwaltung. Es nahmen überwiegend Schülerinnen und Schüler teil, die auch tatsächliches Interesse an einem Pflegeberuf hatten. Das Praktikum wurde nicht als reine Pflichtveranstaltung abgeleistet, heißt es. Die Schulen und Einrichtungen möchten die Kooperation im nächsten Schuljahr fortsetzen. Die Kooperationen in Arnsberg funktionierten als „Selbstläufer" und könnten ohne weitere externe Unterstützung eigenständig fortgesetzt werden.