
Mit 40 aktiven Mitgliedern, acht Ehrenamtlichen, 17 Jugendfeuerwehrleuten und 30 Kindern in der „Löschfüchse“-Gruppe ist die Löschgruppe Bruchhausen personell bestens gerüstet, so der Löschgruppenführer des Ortsteils Bruchhausen Frank Steinrücken bei der Jahreshauptversammlung seiner Löschgruppe. Im vergangenen Jahr rückte die Einsatzabteilung zu elf Einsätzen aus und übernahm sieben Verkehrssicherungen für die Dorfgemeinschaft. Ein besonderer Einsatz war die Unterstützung der Mobilen Retter bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand. An 34 Übungsabenden bereiteten sich die Kameraden auf den Ernstfall vor, und 16 Mitglieder absolvierten Lehrgänge in Bereichen wie Absturzsicherung, technische Hilfe im Wald und Maschinisten-Ausbildung.
Auch der Olsberger Bürgermeister Patrick Potthoff war bei der Jahreshauptversammlung dabei. Er hat unter anderem über den Neubau des Feuerwehrhauses in Olsberg informiert, für den laut Eigenaussage bereits 92 Prozent der Aufträge vergeben seien. Für Bruchhausen sind im Haushaltsentwurf 2026/2027 450.000 Euro für die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs vom Typ LF20 KatS vorgesehen. Zudem wurden 150.000 Euro für Planungsleistungen des Feuerwehrhaus-Neubaus in Bruchhausen eingeplant, dessen Bau 2028 beginnen soll. Trotz der angespannten Haushaltslage betonte Potthoff, dass am Brandschutz nicht gespart werde.
Auch andere Kommunen investieren
Allein die Gemeinde Bestwig plant den Neubau von zwei Feuerwehrgerätehäusern. Rund 5,5 Millionen Euro sind für neue Feuerwehrgerätehäuser in Ramsbeck und Ostwig eingeplant. Zusätzlich soll das Feuerwehrhaus in Nuttlar modernisiert werden. In diese Maßnahme fließen rund 1,7 Millionen Euro, heißt es. Die im Einsatz befindlichen Fahrzeuge und feuerwehrtechnischen Geräte sind angemessen und ausreichend, so die Gemeinde. Besonders bei den Fahrzeugen ist allerdings weiterhin ein erhöhter Beschaffungsbedarf erforderlich, heißt es. Deswegen soll weiter bei den Einsatzfahrzeugen soll weiter investiert werden. Bis 2033 sollen knapp 1,6 Millionen Euro für neue Feuerwehrautos ausgegeben werden. 2026/2027 wird zum Beispiel für rund 650.000 Euro ein komplett neues Löschfahrzeug für den Löschzug in Bestwig-Velmede angeschafft.
Auf die Stadt Arnsberg kommen erhebliche Investitionen in den Brandschutz zu. Bis 2030 müssen ca. 27 neue Fahrzeuge angeschafft werden. Dafür rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von 9,42 Millionen Euro. Dazu kommen höhere Personalkosten: Das Personal in der Feuerwache Neheim soll verdoppelt werden. Dort sollen 3 zusätzliche Funktionsstellen geschaffen werden. Die jährlichen Mehrkosten durch Personalaufstockung, Bauprojekte und Fahrzeugbeschaffungen belaufen sich auf ca. 3 Mio. €. Diese Belastungen erschweren den Haushaltsausgleich und schränken die finanziellen Spielräume der Stadt ein. Die Umsetzung der Maßnahmen werde zusätzlich durch steigende Baukosten, lange Lieferzeiten und begrenzte Fördermöglichkeiten erschwert. Ob Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität genutzt werden können, hänge von den Vorgaben des Bundes ab, so die Stadtverwaltung. Die Stadt Arnsberg ist die einzige Stadt im Hochsauerlandkreis mit einer Berufsfeuerwehr.