
Der Olsberger Stadtrat hat mit breiter Mehrheit entschieden, die Planungen für ein neues OGS-Gebäude in Modulbauweise am Martinusweg weiterzuverfolgen. Vor einer endgültigen Umsetzung soll jedoch noch ein Gutachten klären, ob der ehemalige Kindergarten Sonnenschein aus Sicht des Arbeitsschutzes weiter genutzt werden kann.
Mehr Platz und nötige Sanierungen
Hintergrund sind der steigende Platzbedarf für die Offene Ganztagsschule und der Sanierungsbedarf an der St.-Martinus-Grundschule Bigge. Im Frühjahr waren zudem Rückstände von Asbest entdeckt worden. Weitere Untersuchungen ergaben später, dass die Belastung auf einzelne Stellen begrenzt ist und im Rahmen einer Sanierung beseitigt werden kann.
Vier Varianten wurde geprüft
Vier Varianten hatte die Stadtverwaltung geprüft, darunter eine Aufstockung des Schulgebäudes, ein Neubau für die OGS und die weitere Anmietung des ehemaligen Kindergartens Sonnenschein. Als besonders dringlich gilt außerdem die Sanierung der Heizungsanlage. Diese hängt auch von der künftigen Nutzung und Größe des Schulstandorts ab.
6,9 Millionen Euro Kosten
Die CDU sprach sich im Rat klar für einen Neubau am Martinusweg aus. Verwiesen wurde dabei auf den Rechtsanspruch auf Betreuung und auf flexible Nutzungsmöglichkeiten eines Modulbaus. Die Stadt rechnet für Neubau und Sanierung des Bestandsgebäudes mit Kosten von rund 6,9 Millionen Euro, darin enthalten sind bereits 500.000 Euro an Fördermitteln.
Gutachten soll Klarheit bringen
SPD, FDP und Grüne hatten dagegen gefordert, zunächst das Gutachten zur früheren Kita Sonnenschein abzuwarten und die Entscheidung in ein Gesamtkonzept für die Olsberger Schulgebäude einzubetten. Am Ende einigte sich der Stadtrat auf einen Vorratsbeschluss: Der OGS-Neubau soll kommen, sofern das noch ausstehende Gutachten keine andere Bewertung ergibt.
Mit der Entscheidung sind Aufstockungspläne für das Schulgebäude vorerst vom Tisch. Damit kann auch die laut Stadt dringend notwendige Heizungssanierung vorbereitet werden.