
Ab August haben Kinder, die eingeschult werden, einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Die Städte und Gemeinden im Sauerland bereiten sich darauf vor und schaffen an ihren Grundschulen entsprechende Angebote. Das will auch der Hochsauerlandkreis, als Träger von Förderschulen. An den meisten gibt es schon Ganztagsbetreuung, jetzt soll sie auch an den verbleibenden beiden Schulen kommen.
Verpflegung & Schülertransport
Die Georg-Friedrich-Daumer Schule mit dem Förderschwerpunkt „Sprache“ in Brilon und die Martinsschule mit dem Förderschwerpunkt „Emotional Soziale Entwicklung“ in Schmallenberg-Dorlar bieten bislang keine Nachmittagsbetreuung an. Um bis zum Schuljahr 2026/27 ein entsprechendes Angebot zu schaffen, liefen zwischen dem Kreis und den Schulen verschiedene Gespräche und Analysen, um die Umsetzung eines Ganztagskonzepts zu prüfen und ggfs. Herausforderungen zu identifizieren. Dazu zählen laut Kreis etwa der Transport der Schülerinnen und Schüler, der bei einer Betreuung bis zum Nachmittag ausgeweitet werden muss, ebenso wie die Schaffung eines Mittagsangebots. Dafür sollen an beiden Schulen entsprechende Partner gefunden werden, in Brilon sei zum Beispiel eine Verpflegung durch die Mensen der benachbarten Schulen, wie der Sekundarschule sein.
Vielerorts kein zusätzlicher Raumbedarf
Außerdem müssten Räume neuausgestattet und das Außengelände attraktiver gestaltet werden, heißt es zum Beispiel von der Martinsschule in Dorlar. Da der vorhandene Platz für die Ganztagsbetreuung aber grundsätzlich ausreiche, seien derzeit keine Baumaßnahmen an den Schulen nötig, so der Kreis. Auch für die meisten anderen Förderschulen sieht die Verwaltung keinen zusätzlichen Raumbedarf. Ausnahme ist die Briloner Franziskusschule, wo die Nachfrage nach Ganztagsbetreuung das Angebot langfristig übersteigen könnte, weswegen der Kreis prüfen will, welche Erweiterungsmaßnahmen an der Schule möglich sind.