
Nachdem am vergangenen Samstag auf einer Feier in Marsberg-Essentho ein 15-Jähriger aus Dortmund durch Stichverletzungen tödlich verwundet wurde und ein 18-Jähriger aus Marsberg schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht wurde, suchen die Ermittler weiter nach zwei verdächtigen Männern aus Hamm. Die Polizei Dortmund, die eine Mordkommission in dem Fall gebildet hat, hat jetzt Fotos und Namen der beiden Gesuchten veröffentlicht. Gegen beide hat die Staatsanwaltschaft Arnsberg Untersuchungshaftbefehle erlassen.
Zeugen gesucht
Die Polizei bittet um Mithilfe: "Sollten Sie die Personen erkennen oder Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen können, alarmieren Sie bitte die Polizei unter der Notrufnummer 110 oder die Kriminalwache Dortmund unter 0231-132 7441."
18-Jähriger Verletzter macht Angaben zur Tat
Am Montag nach der Tat hatten die Ermittler mehrere Zeugen befragt, auch der verletzte 18-Jährige hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft Arnsberg gegenüber Polizeibeamten erste Angaben zum Tathergang gemacht. Wie konkret diese waren, ist allerdings unklar – gleiches gilt nach wie vor für den genauen Grund der Auseinandersetzung, die zu den tödlichen Verletzungen geführt hatte. Mutmaßlich hatte es einen Streit zwischen einer Personengruppe aus Marsberg und Rüthen und den beiden gesuchten aus Hamm gegeben. Der 15-Jährige war dabei durch mehrere Messerstiche tödlich verletzt worden. Der 18-Jährige erlitt schwere Schnittverletzungen im Gesicht.
Betroffenheit in Essentho - Messergewalt im Sauerland gering
Nach der Tat herrschte in Essentho große Betroffenheit, etwa bei Ortsbürgermeister Dietmar Rosenkranz:
„Kapitaldelikte verbinde ich immer mit Großstädten und nicht mit dem tiefen Sauerland. Aber was zu beobachten ist, ist dass die Hemmschwelle zu körperlicher Gewalt wohl erheblich gesunken ist.“
Die Polizei sieht dagegen kein steigendes Problem durch Gewalttaten, die im Zusammenhang mit Messern verübt werden. Laut polizeilicher Kriminalstatistik machten solche Taten 2025 nicht mal ein Prozent aller Gewaltdelikte aus.