
Nutrias breiten sich in Deutschland und auch bei uns im Hochsauerlandkreis weiter aus. Besonders oft werden die Tiere in Arnsberg, Meschede und Bestwig am Ruhrufer gesehen und auch gefüttert. Vor diesem Hintergrund weist die Stadt Meschede darauf hin, dass Nutrias eine invasive Art sind. Deshalb dürfen sie weder mit Küchenabfällen noch mit anderem Futter gefüttert werden. Denn auch Ratten bedienen sich gerne an den Futterresten. Die Stadt Meschede fordert daher alle Bürgerinnen und Bürger auf, die Tiere nicht zu füttern – vor allem nicht mit Biomüll.
Nutrias
Nutrias (Myocastor coypus, auch Biberratte oder Sumpfbiber genannt) stammen ursprünglich aus Südamerika. In Deutschland ist die Art invasiv und kann Schäden an Uferböschungen und -vegetation anrichten. Verwechslungsgefahren bestehen mit dem heimischen Biber und der Bisamratte.
In den vergangenen Jahren haben die Nutrias im Hochsauerlandkreis viele Bereiche an und im Umfeld von stehenden und fließenden Gewässern besiedelt. Die Populationsdichte wird vor allen Dingen durch die Witterung und menschliche Einflüsse (Füttern und Jagd etc.) beeinflusst. Die genaue Anzahl lässt sich nach Angaben der Unteren Naturschutzbehörde des HSK nicht bestimmen. Die Behörde stuft die durch die Nutrias verursachten Schäden, insbesondere aus Naturschutzsicht, derzeit als gering ein und zurzeit keinen Bedarf das Bekämpfen der Art zu intensivieren.
In Nordrhein-Westfalen unterliegen die Nutrias nicht dem Jagdrecht, sie können aber im Rahmen des Jagdschutzes durch die Jagdausübungsberechtigten innerhalb der Jagdbezirke bejagt werden. Der Deutsche Jagdverband fordert, die Nutria ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen