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Ein Wählscheibentelefon steht auf einem Tisch
© Philipp Schulze/dpa/dpa-tmn
Das Wählscheibentelefon kann bleiben – nur die Leitung nicht. Statt klassischem Festnetz soll bei Bedarf eine Adapterbox Gespräche übers Mobilfunknetz möglich machen.
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Nur Telefonieren: Was nun mit Ihrem alten Anschluss passiert

Die Telekom stellt alte Telefonanschlüsse auf Mobilfunk-Technik um. Welche Alternativen jetzt günstiger sind und worauf Betroffene achten sollten.

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Aus Festnetz wird Mobilfunk

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Heidelberg/Bonn (dpa/tmn) - Reine Telefonanschlüsse fürs Festnetz kann man längst nicht mehr neu buchen. Zudem hat die Deutsche Telekom kürzlich angekündigt, die letzten verbliebenen 1,3 Millionen Anschlüsse dieser Art nach und nach umzustellen. Betroffene, die auch künftig keinen kombinierten Internet- und Festnetztelefon-Anschluss wollen, wird eine Adapterbox («Call Connect via Funk») angeboten.

Diese Box, in die das bisherige Festnetztelefon eingesteckt werden kann, wickelt die Telefonate dann übers Mobilfunknetz ab. Dafür entstehen monatliche Tarifkosten von knapp 23 Euro (inklusive 120 Freiminuten) oder gut 32 Euro (inklusive Festnetz-Flatrate).

Das geht deutlich günstiger - ab rund 5 Euro monatlich

Nicht marktgerecht, das geht deutlich günstiger, beurteilt das Vergleichsportal Verivox das Box-Angebot. Mobilfunktarife inklusive Allnet-Flat seien bei anderen Anbietern bereits ab rund 5 Euro im Monat erhältlich (Vodafone- und Telefonica-Netz).

Damit sänken die monatlichen Kosten auf weniger als ein Viertel des günstigsten «Call Connect via Funk»-Tarifs, so die Experten. Und selbst wer Wert darauf legt, weiterhin in einem Telekom-Netz zu telefonieren, könne die potenziellen Kosten mehr als halbieren, wenn er nicht zu einem Adapterbox-Tarif greift, sondern zu einem günstigeren Telekom-Mobilfunktarif.

«Alles bleibt, wie es ist» muss teuer erkauft werden

Vorteile der Telekom-Box: Die gewohnte Festnetznummer bleibt bestehen, das bekannte Festnetztelefon kann weitergenutzt werden. Das müssen sich Kundinnen und Kunden aber nicht nur über die teuren Tarife erkaufen, auch die Box kostet - nämlich entweder einmalig knapp 100 Euro oder knapp 4 Euro monatlich zur Miete.

Als Alternative für alle, die mit einer neuen Mobilfunknummer leben können, empfehlen sich günstige Smartphones oder etwa simple Tasten-Handys (ab 25 Euro).

Es gibt Mobilfunk-Tischtelefone, die aussehen wie klassische Geräte

Wer sich daran nicht gewöhnen kann oder möchte, dem empfehlen die Verivox-Experten Tischtelefone, die aussehen wie ein klassisches Festnetzgerät, jedoch mit einer SIM-Karte im Mobilfunknetz betrieben werden. Solche Geräte sind ab 70 Euro zu haben und damit immer noch günstiger als die Telekom-Box.

Wer sich jetzt ein neues Telefon mit Mobilfunk zulegt, sollte in jedem Fall darauf achten, dass es auch 4G (LTE) und/oder 5G als Mobilfunkstandards unterstützt. Unterstützung nur für 2G (GMS) und/oder 3G (UMTS) genügen nicht mehr, weil 3G hierzulande bereits abgeschaltet worden ist und die 2G-Abschaltung für 2028 angekündigt ist.

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© dpa-infocom, dpa:260826-930-582716/2
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