
An insgesamt vier Stellen in Sundern gilt Tempo 30 in Zukunft nur noch in der Nacht. Betroffen sind davon die Ortsdurchfahrten in Hachen und Silmecke und die Hauptstraße in Sundern. Dort soll in Zukunft nur noch zwischen 22 und 6 Uhr Tempo 30 gelten. In Stemel ist die 30er-Zone in Zukunft nur noch zwischen 22 und 8 Uhr gültig, und zwar erst ab Höhe der Schützenhalle. Die einzige 30er-Zone, die gestern nicht vom Rat gekippt wurde, ist die in Seidfeld. Grund dafür seien unter anderem die Straßenverhältnisse, heißt es von der Stadt. Bis zur Fahrbahnsanierung ist dort erstmal weiterhin ganztägig eine 30er-Zone eingerichtet, nach der Sanierung soll das dortige Tempolimit nochmal neu geprüft werden. Ab wann die zeitliche Begrenzung der 30er-Zonen in Sundern genau gilt, ist noch offen. Für das Anbringen der neuen Schilder unterhalb der bereits aufgestellten 30er-Schilder muss eine Absprache mit Straßen.NRW erfolgen, die die Umbaumaßnahmen dann durchführt.
Warum wurden die Sunderner 30er-Zonen abgeschwächt?
Die Grundlage für die vielen 30er-Zonen war unter anderem der Lärmaktionsplan der Stadt. Dieser muss von jeder Kommune aufgestellt werden. In so einem Lärmaktionsplan sind dann besondere Lärmschwerpunkte im Verkehrsnetz erfasst. Im Beispiel von Sundern sind das zum Beispiel die Hauptstraße in der Kernstadt oder verschiedene Ortsdurchfahrten, wo täglich viel Durchgangsverkehr herrscht. Deswegen wurde an diesen kritischen Punkten Tempo 30 eingerichtet, auch unter Bürgerbeteiligung, heißt es. Diese gesamten Maßnahmen wurden noch unter dem alten Stadtrat umgesetzt. Nach der Kommunalwahl wurde die Situation neu bewertet, auch weil viele Beschwerden von Pendlern und Einwohnern bei der Stadt eingegangen sind. Auf Grundlage dessen wurden jetzt die vielen 30er-Zonen im Stadtgebiet abgeschwächt, aufgrund des Lärmschutzes und der Verkehrssicherheit aber nicht gänzlich aufgegeben.