
Weihnachtsgeld zu bekommen, ist im Hochsauerlandkreis keine Selbstverständlichkeit. Darauf weist die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Hochsauerland hin. Deshalb seien stabile Tarifverträge für faire Löhne und verlässliche Planungssicherheit in der Weihnachtszeit von großer Bedeutung, so die CDA.
CDA-Kreisvorsitzender Bernd Nückel: „Tarifverträge sichern verlässliche Zusatzleistungen wie Weihnachtsgeld, schaffen Transparenz bei Gehältern und Zuschlägen und ermöglichen Beschäftigten eine bessere finanzielle Planung am Jahresende.“
Weihnachtsgeld sei vielfach in Tarifverhandlungen erstritten worden. „Aktuell bekommen 52 Prozent aller Beschäftigten Weihnachtsgeld, mit Tarifvertrag sind es 77 Prozent“, so Nückel.
Die CDA setzt sich dafür ein, dass Tarifverträge modern, zukunftsfähig und flexibel bleiben, damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in jedem Betrieb gerecht entlohnt werden.
Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ist der Sozialflügel der CDU. Ihre Mitglieder engagieren sich vor allem in Feldern der Sozialpolitik wie Arbeitsmarkt, Rente, Pflege und Gesundheit.
Mehr Verdienst und kürzere Arbeitszeiten in tarifgebundenen Betrieben
Beschäftigte, die nicht nach Tarif bezahlt werden, verdienen in ganz Deutschland deutlich weniger als Arbeitnehmer*innen in Unternehmen mit Tariflöhnen. In Nordrhein-Westfalen beträgt der Lohnabstand beispielsweise 20 Prozent. Das zeigt eine Analyse der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Frühjahr. Berücksichtige man darüber hinaus die unterschiedlichen Betriebsgrößen und Branchenzugehörigkeiten von Betrieben mit und ohne Tarifvertrag, so liege der „bereinigte“ Rückstand ohne Tarif immer noch bei 8,5 Prozent.
Auch ein Ergebnis der Analyse: Mit Tarifvertrag ist die durchschnittliche Arbeitszeit spürbar kürzer: in NRW um rund 50 Minuten in der Woche als in Betrieben ohne Tarifbindung. In Nordrhein-Westfalen werden aktuell 51 Prozent der Beschäftigten nach Tarif bezahlt. Damit liegt das industriell geprägte Bundesland zwar knapp über dem Bundesdurchschnitt von 49 Prozent, die tarifliche Abdeckung ist aber seit Mitte der 1990er Jahre deutlich gesunken und auch in den vergangenen Jahren spürbar zurückgegangen. Im Vergleich der Bundesländer rangiert NRW nach den aktuellsten verfügbaren Daten lediglich an Position sechs.