
Die Geburtshilfe des Krankenhauses Maria Hilf in Brilon wird im Jahr 2026 mit 388.725 Euro unterstützt. Das hat CDU-Landtagsabgeordneter Matthias Kerkhoff nun bekannt gegeben. Das Geld kommt aus der Überbrückungsfinanzierung des Bundes, die das Land Nordrhein-Westfalen an kleinere Geburtskliniken verteilt. Nach Angaben des Landes profitieren insgesamt 65 Kliniken in NRW von dem Programm. Voraussetzung ist, dass dort im Jahr 2024 höchstens 1.100 Geburten betreut wurden.
Insgesamt stellt das Land NRW für 2026 rund 25 Millionen Euro für kleine Geburtshilfen bereit. Damit soll die flächendeckende Versorgung bis zur Umsetzung der bundesweiten Krankenhausreform gesichert werden. Entscheidend für die Verteilung der Mittel war vor allem die Zahl der Geburten. Ein Teil der Fördergelder wurde außerdem vergeben, wenn Kliniken auch eine Fachabteilung für Pädiatrie oder Neonatologie anbieten.
Versorgung im ländlichen Raum
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann betont vor allem die Bedeutung kleiner Geburtshilfen im ländlichen Raum. Er sagt: „Mir ist es außerordentlich wichtig, dass Schwangere und Neugeborene überall in Nordrhein-Westfalen sehr gut versorgt werden und schnell in gute Hände kommen.“ Gerade in ländlichen Regionen seien kleine Geburtshilfen wichtig, weil sie Entbindungen an allen Tagen des Jahres betreuen müssen. Das verursache hohe laufende Kosten für die Krankenhäuser. Die Förderung soll genau diese Belastung abfedern.
Brilon ist die einzige Klinik bei uns, die diesen Zuschuss erhält. Im Hochsauerlandkreis gibt es lediglich zwei Geburtshilfestationen in Brilon und in Arnsberg-Hüsten. 2025 sind dort 2031 Kinder geboren worden - weniger als im Jahr zuvor (2054). Das Team der Geburtshilfestation des Alexianer Klinikums Hochsauerland meldet für 2025 1.603 Neugeborene (2024: 1.591). Im Maria-Hilf-Krankenhaus in Brilon ist die Zahl der Neugeborenen zurückgegangen. 2025 sind dort 428 Babys geboren worden (2024: 463).