
Auf dem Neheimer Markt hat es zuletzt immer wieder Straftaten von Jungdlichen gegeben. Dieses Problem greift die SPD-Ratsfraktion heute mit einem Antrag im Stadtrat auf. Die SPD schlägt vor, an problematischen und stark besuchten Orten im Stadtgebiet Notrufsäulen aufzustellen. Die Möglichkeit soll die Verwaltung prüfen. Ziel ist es, das Sicherheitsgefühl der Menschen zu stärken und im Ernstfall schnelle Hilfe zu ermöglichen.
Aus Sicht der SPD könnten solche Säulen eine Lücke schließen, die nach dem Rückbau vieler öffentlicher Telefonzellen entstanden ist. Bürgerinnen und Bürger hätten damit die Möglichkeit, im Notfall direkt Polizei oder Rettungsdienst zu alarmieren - schnell, unkompliziert und auch ohne Handy.
Diskussionen um Sicherheitslage
Hintergrund des Vorstoßes der SPD sind unter anderem die Diskussionen um die Sicherheitslage in Arnsberg. Besonders in Neheim hatte es zuletzt immer wieder Probleme mit Straftaten durch Jugendliche gegeben. Gerade an Orten, an denen viele Menschen unterwegs sind, sieht die SPD deshalb Handlungsbedarf.
Nach Vorstellung der Fraktion soll die Verwaltung prüfen, wo Notrufsäulen sinnvoll wären und wie ein solches System umgesetzt werden könnte. Genannt werden dabei vor allem die Marktplatte in Neheim, das Umfeld des Sauerlandtheaters in Arnsberg sowie der Campus Berliner Platz.
Die SPD argumentiert, dass Notrufsäulen nicht nur im Ernstfall helfen, sondern auch vorbeugend wirken könnten. Sie verspricht sich davon eine direkte Verbindung zu Polizei und Rettungsdiensten, kürzere Reaktionszeiten und auch eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Täter. Außerdem seien die Säulen niedrigschwellig nutzbar - also auch für Menschen, die kein Mobiltelefon dabeihaben oder in einer Stresssituation nicht erst lange überlegen wollen.
Für die Finanzierung verweist die SPD auf die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für bessere Notfallhilfe engagiert und Projekte zur Rettungsinfrastruktur fördert. Die Verwaltung soll deshalb auch Kontakt mit der Stiftung aufnehmen, um mögliche Fördermittel zu prüfen und zu beantragen.
Am Ende soll dem Rat ein konkretes Konzept vorgelegt werden - mit Ergebnissen der Prüfung und einem Vorschlag zur Umsetzung.