"Night Of Light" - Sauerländer Veranstalter fordern Hilfe für die Branche

Der Veranstaltungsbranche geht es aktuell sehr schlecht - viele Veranstalter wissen nicht, ob sie überhaupt noch eine Zukunft haben.


Konzert
© Pixabay

Künstler und Veranstalter aus dem Sauerland können sich wegen des Corona-Shutdowns nicht mehr lange über Wasser halten. Das ist die Einschätzung des Leiters des städtischen Kulturbüros in Brilon, Thomas Mester. Die Branche könne vielleicht noch bis Ende des Jahres durchhalten, wenn sich aber nichts ändere, stehe sie 2021 vor dem Aus. Deshalb wollen viele Sauerländer Veranstalter heute Nacht mit der bundesweiten Aktion "Night Of Light" ein Zeichen setzen.

"Night Of Light" - ein Hilferuf der Veranstaltungsbranche

Bei der Aktion werden mehrere Gebäude im Sauerland rot beleuchtet. Die Veranstaltungsbranche will damit auf ihre dramatische Lage aufmerksam machen. Alle Schützenhallen der Gemeinde Bestwig werden dafür heute rot beleuchtet. Die BWT-Brilon Kultour hat sich das Briloner Bürgerzentrum Kolpinghaus ausgesucht. In Alt-Arnsberg wird der Lichtturm mit rotem LED-Licht bestrahlt. Auch die Konzerthalle Olsberg macht mit.

Ungewisse Zukunft für die Veranstaltungsbranche

Ob im nächsten Jahr Konzerte und Feste stattfinden können, ist aktuell auch noch ungewiss. Viele Künstler und Veranstalter wissen nicht, ob sie wegen der Corona-Krise noch eine Zukunft haben. Deshalb fordert Thomas Mester dringend schnelle Lösungen von der Politik. Es müsse gemeinsam ein Weg aus der Krise gefunden werden. Die Aktion soll ein flammender Appell und Hilferuf an die Politik zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft sein, so Eventics Ideas + Concepts aus Bestwig. Deshalb werden heute Nacht stellvertretend Bauwerke in ganz Deutschland rot beleuchtet. Die Branche beschäftigt aktuell knapp 2 Million Arbeitnehmer. Sie steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen.

Vielen Schützenvereinen geht es besser

Bei vielen Schützenvereinen sehe es aktuell besser aus. Sie können die Krise finanziell überstehen und auf Rücklagen zurückgreifen, hieß es auf Nachfrage. Aktuell gehen bei vielen Schützenvereinen nur noch Mitgliedsbeiträge ein. Der Schützenbruderschaft St. Johannes Voßwinkel e.V. fehle es zwar an Hallenvermietungseinnahmen durch Geburtstage und Hochzeiten. Sie habe aber gut gewirtschaftet und könne die Krise finanziell gut überstehen, so Matthias Winkler, Oberst und 1. Vorsitzender der Schützenbruderschaft St. Johannes Voßwinkel e.V..

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