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Neue Wohnungen für Winterberg im Gespräch
© Stadt Winterberg
Rathaus Winterberg
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Neue Wohnungen für Winterberg im Gespräch

Im Winterberger Fichtenweg soll neuer, bezahlbarer Wohnraum entstehen. Auch für Niedersfeld sind neue Wohnungen im Gespräch. Heute ist bezahlbarer Wohnraum Thema im Winterberger Rat.

Veröffentlicht: Donnerstag, 16.07.2026 12:03

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Neuer, bezahlbarer Wohnraum in Winterberg ist heute Thema im Rat der Stadt. Konkret geht es um zwei geplante Bauprojekte am Fichtenweg. Dort sollen nach aktuellem Stand 22 öffentlich geförderte Wohnungen und vier frei finanzierte Wohnungen entstehen. Die wollte die Stadt eigentlich mit einer eigens gegründeten Gesellschaft errichten. Die Idee dahinter war, Winterberger und Unternehmen einzubinden. Vor allem die Unternehmen sollten dabei auch Belegungsrechte für ihre Mitarbeiter in den neuen Wohnungen bekommen können. Nach Gesprächen mit dem zuständigen Ministerium wurde jedoch klar, dass sich dieses Modell mit möglichen Förderregeln nicht mehr so verbinden lässt wie gedacht. Die ursprünglich geplanten Belegungsrechte für Unternehmen passen rechtlich nicht zu den vorgesehenen Fördermitteln. Ohne diese Förderung wäre das Projekt aber kaum wirtschaftlich umsetzbar, so die Stadt Winterberg. Auch steigende Baukosten sorgen bei dem Neubau für Probleme. Statt einer gemeinsamen großen Dachterrasse mussten für mehrere Wohnungen eigene Balkone eingeplant werden. Das machte das Projekt zusätzlich teurer, so die Stadt.

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Wohnungsbaugenossenschaft Hochsauerland soll übernehmen

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Deshalb schlägt die Stadtverwaltung jetzt einen anderen Weg vor. Die Projekte am Fichtenweg sollen über die Wohnungsbaugenossenschaft Hochsauerland laufen. Die Genossenschaft bringt viel Erfahrung mit, so die Stadt. Sie ist seit mehr als 90 Jahren im Wohnungsbau tätig und habe auch in Winterberg schon Bauprojekte erfolgreich umgesetzt. Die Stadt Winterberg will für die zwei Bauprojekte am Fichtenweg 419.805 Euro bereitstellen. Dieses Geld soll nicht als Zuschuss fließen, sondern als Genossenschaftsanteil. Dafür ist laut Vorlage eine jährliche Verzinsung von mindestens zwei Prozent vorgesehen. Die Anteile sollen für 20 Jahre gebunden sein. Nach zehn Jahren soll geprüft werden, ob eine höhere Verzinsung möglich ist, heißt es. Aus Sicht der Verwaltung hat dieses Modell mehrere Vorteile. Es spare Verwaltungsaufwand, nutze bestehende Strukturen und mache eine neue Gesellschaft überflüssig. Außerdem kann das Projekt so offenbar auch ohne einen verlorenen Zuschuss finanziert werden.

Die Stadt Winterberg hätte bei diesem Modell allerdings weniger direkten Einfluss auf die Durchführung des Projekts. Trotzdem hält die Verwaltung diesen Punkt für vertretbar, da die Wohnungsbaugenossenschaft Hochsauerland als verlässlicher Partner gelte. Außerdem ist die Stadt selbst Gründungsmitglied der Genossenschaft und hält bereits Anteile. Für die Umsetzung ist auch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz BImA, wichtig. Die Grundstücke am Fichtenweg müssen für den sozialen Wohnungsbau bereitgestellt werden. Dafür braucht es eine Nachtragsvereinbarung. Außerdem muss der sogenannte Verbilligungszweck auf die Wohnungsbaugenossenschaft Hochsauerland übertragen werden. Erst dann kann die Genossenschaft dort offiziell sozialen Wohnraum schaffen. Die Stadtverwaltung soll nach der heutigen Ratssitzung deshalb beauftragt werden, die nötigen Vereinbarungen mit der BImA abzuschließen.

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Neuer Wohnraum für Niedersfeld

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Nicht nur in der Winterberger Kernstadt, auch in Niedersfeld geht es um neuen Wohnraum. Dort war in der Dorfmitte bereits im Herbst 2025 ein Wohnbauprojekt vorgestellt worden. Auch dieses Projekt war bisher nach dem alten Modell mit eigener Gesellschaft, also sprich lokalen Unternehmen und Winterbergern, geplant. Wenn der Rat jetzt dem neuen Weg über die Wohnungsbaugenossenschaft Hochsauerland zustimmt, soll die Verwaltung auch für Niedersfeld Gespräche aufnehmen. Ziel ist zu klären, ob sich das Projekt dort ebenfalls über die Genossenschaft umsetzen lässt. Auch in Niedersfeld könnten sich Bürger und Unternehmen dann über Genossenschaftsanteile beteiligen, so die Stadt.

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