Arnsberg, Meschede und Sundern wollen eine interkommunale Jugendkunstschule gründen. Sie sagen: "Kulturelle Bildung lebt von den handelnden Akteurinnen und Akteuren. Von Menschen, die Kinder und Jugendliche begleiten, ohne zu bevormunden. Von Künstlerinnen und Künstlern, die ihre Ideen und Fähigkeiten einbringen, um Heranwachsenden neue Ausdrucksmöglichkeiten zu geben und sie in der künstlerisch-kreativen Praxis zu unterstützen." Heute laden die Städte im Rahmen der Gründungsinitiative einer interkommunalen Jugendkunstschule alle interessierten Kulturschaffenden aus den drei Städten am Abend zu einer Auftaktveranstaltung im „Bogen“ in Neheim (Möhnestr. 59) ein.
Jugend- und Kinderkultur in den Städten besser verankern
„Wir möchten Orte und Menschen zusammenführen, die die Jugend- und Kinderkultur in den Städten besser verankern“, so Beate Herrmann von der Jugendkunstschule kunsthaus alte mühle e.V., die die Städte bei ihrem Vorhaben unterstützt. „Eine Jugendkunstschule, so wie wir sie denken, bietet Kindern und Jugendlichen nachhaltig Atelierräume und Projekte zur Bildung, Teilhabe sowie die Förderung ihrer Ausdrucksformen und künstlerischen Fähigkeiten.“ Sie will offene Kunst- und Dialogräume für eine Generation schaffen, die den Wert der freien Kunst so dringend selbst erfahren muss, so die Dezernentin für Bildung, Kultur und Sport der Stadt Arnsberg, Esther von Kuczkowski. Für sie ist die Gründungsinitiative eines der wichtigsten gemeinsamen Vorhaben der nächsten Jahre.
Erste Ideen sammeln
Bei der Auftaktveranstaltung will u.a. Priv.-Doz. Dr. Thomas Wachtendorf, Geschäftsführender Bildungsreferent, Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste / Jugendkunstschulen NRW e.V. (LKD), Einblicke in die Vielfalt der Jugendkunstschulen geben. Beate Herrmann berichtet vom Aufbau der Jugendkunstschule in Schmallenberg und Mitarbeiterinnen der Kulturbüros aus den drei Städten wollen Einblicke in Projekte der kulturellen Bildung vor Ort geben. Erste Ideen sollen gesammelt werden, Erwartungshaltungen diskutiert und Aktionsgruppen für die jeweiligen Städte gebildet werden.
Förderung vom Land
Das Projekt wird durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von Regionales Kultur Programm NRW (RKP) gefördert. Koordiniert wird das Projekt vor Ort von Kirsten Minkel vom Kulturbüro der Stadt Arnsberg, Anne Wiegel vom Fachbereich Generationen, Bildung und Freizeit der Stadt Meschede und Uta Koch vom Kulturbüro der Stadt Sundern, die damit ihre Zusammenarbeit in verschiedenen Kulturbereichen ausbauen.