Anzeige
Neue Feuerwehrhäuser für das Sauerland
© Gemeinde Bestwig
Neue Unterkunft für die Löschgruppe Ramsbeck der Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde Bestwig: Ende des Jahres soll das neue Feuerwehrhaus bezugsfertig sein
Teilen:

Neue Feuerwehrhäuser für das Sauerland

Das neue Feuerwehrgerätehaus in Bestwig-Ramsbeck soll Ende des Jahres fertig sein. Für das Feuerwehrhaus in Alme sucht die Stadt Brilon noch nach einem geeigneten Standort

Veröffentlicht:

Anzeige

Die Stadt Brilon ist für das neue Feuerwehrhaus in Alme noch auf der Suche nach einem geeigneten Standort. Zwei Standorte hat die Verwaltung favorisiert. Heute beschäftigt sich der Bauausschuss mit dem Thema. Der Bau eines neuen Feuerwehrhauses für die Löschgruppe in Bestwig-Ramsbeck ist dagegen schon auf der Zielgeraden: Noch in diesem Jahr sollen die Feuerwehr-Aktiven in ihr neues Domizil umziehen können, teilt die Gemeinde Bestwig mit. Für das gesamte Projekt rechnet die Gemeinde mit Kosten von rund 2,5 Mio. Euro.

Der Außenputz am Gebäude ist bereits angebracht, im Innenbereich sind die Sanitäreinrichtungen nahezu fertiggestellt – ebenso wie das W-Lan für das Gebäude. In den Umkleidebereichen werden die Spinde für die Kameradinnen und Kameraden der Löschgruppe durch ein heimisches Unternehmen hergestellt und geliefert. In der Fahrzeughalle wird in einem nächsten Schritt die Abgas-Absauganlage für die Fahrzeuge installiert.

Moderne Heizung

Beheizt wird das Feuerwehrhaus künftig mit einer besonders effektiven Sole-Wasser-Wärmepumpe. Acht Grad warmes Wasser, das per Erdwärmesonde in rund 150 Meter Tiefe gewonnen wird, liefert den „Betriebsstoff“ für die Wärmepumpe, erläutert Dipl.-Ing. Hubertus Kreis vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde Bestwig. Auf diese Weise wird ein besonders wirtschaftlicher Heizbetrieb für das Feuerwehrhaus ermöglicht: Mit dem Einsatz von einer Kilowattstunde Strom können fünf Kilowattstunden Wärmeenergie erzeugt werden, erwartet Hubertus Kreis. Die bereits installierte Fußbodenheizung sorgt für eine optimale Wärmeverteilung im Gebäude. Auch die Lüftungsanlage ist mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet.

Zudem ist das neue Gebäude „warm eingepackt“: Das Fundament ist gedämmt; und auch die Außenfassade hat inklusive der Fahrzeughalle ein Wämedämmverbundsystem. Die Fenster bestehen aus einer Dreifachverglasung. Hubertus Kreis: „Ziel ist es, möglichst wenig Energie zu verbrauchen.“

Neues Feuerwehrhaus in Ramsbeck erfüllt zeitgemäße Standards

Die Zufahrtswege für zum Einsatz anrückende Feuerwehrkameraden und -kameradinnen sind von der Ausfahrt der Fahrzeuge getrennt; neben 18 Pkw-Stellplätzen wird es auch 6 für Fahrräder geben. Im Gebäude selbst ist eine klare Schwarz-Weiß-Trennung vorgesehen: Eine Abgrenzung von Bereichen, in denen sich mit Rauchgas kontaminierte Einsatzkleidung – zum Beispiel nach Brandeinsätzen – befindet, von Bereichen, in denen saubere und einsatzbereite Gegenstände gelagert werden.

Der Grundriss des Gebäudes orientiert sich an den funktionellen Abläufen der Freiwilligen Feuerwehr. Sanitärbereiche sind für Feuerwehrkameradinnen und -kameraden getrennt; ebenso gibt es zwei große Lagerräume und einen Bereich für die Jugendfeuerwehr. Die Tore der Fahrzeughalle sind 4 Meter breit und 4,5 Meter hoch – ausreichende Abmessungen selbst für künftige Einsatzfahrzeuge.

Anzeige

Feuerwehrhaus in Alme: Stadt Brilon favorisiert das Bahnhofsgelände Süd

Anzeige

Für die Löschgruppe Alme soll ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden. Nach Prüfung von 15 möglichen Standorten bleiben zwei Flächen übrig. Die Stadt Brilon spricht sich dabei für das Bahnhofsgelände Süd aus. Heute ist der geplante Bau des Feuerwehrhauses auf der Tagesordnung des Briloner Bauausschusses.

Altes Gerätehaus erfüllt Vorgaben nicht mehr

Das bisherige Feuerwehrhaus ist in die Gemeindehalle Alme integriert und stammt aus dem Jahr 1964. Nach Angaben der Stadt entspricht es in mehreren Punkten nicht mehr den heutigen Anforderungen. Unter anderem sind Stellplätze und Tore zu klein, wichtige Sicherheitsabstände fehlen und Bereiche wie Fahrzeughalle, Umkleiden und Aufenthaltsräume sind nicht ausreichend getrennt. Auch die Parksituation ist im Sommer problematisch, weil Besucherinnen und Besucher des Freibads viele Stellplätze nutzen. Ein Umbau am bisherigen Standort ist laut Stadt nicht sinnvoll möglich. Deshalb ist ein Neubau nötig.

Zwei Flächen gelten als gut umsetzbar

Die Stadt Brilon sucht nach eigenen Angaben schon seit mehreren Jahren nach einem geeigneten Standort. Dabei wurden 15 Potenzialflächen geprüft. Zehn davon schieden wegen deutlicher Probleme aus.

Als gut umsetzbar gelten jetzt noch zwei Flächen:

  • Bahnhofsgelände Süd
  • Obere Bahnhofstraße Süd

Beide Standorte haben aus Sicht der Stadt nur geringe, lösbare Nachteile.

Verwaltung und Feuerwehr bevorzugen Fläche am Bahnhof

Aus Sicht der Verwaltung spricht mehr für das Bahnhofsgelände Süd. Gründe sind unter anderem die zentralere Lage und die bessere Nähe zu wichtigen Einsatzorten. Auch die Leitung der Feuerwehr und die Löschgruppe Alme unterstützen diesen Standort.

Für die Fläche an der Oberen Bahnhofstraße laufen zwar bereits Erwerbsgespräche. Sie liegt aber am Ortsrand und ist damit für Einsätze etwas ungünstiger.

Anzeige
Anzeige
Anzeige