
Brände, Personensuche, Gefahrguteinsätze: Eine neue Drohne soll der Feuerwehr Arnsberg die Arbeit erleichtern. Sie liefert Bilder und Wärmebilder in Echtzeit. Die neue Einsatzdrohne vom Typ DJI Matrice M4TD ist in dieser Woche auf dem Segelflugplatz des LSC Oeventrop übergeben worden.
Mit dabei waren Vertreter der Wehrführung, Sachgebietsleiter Technik Matthias Kückenhoff und Mitglieder der Drohnenstaffel. Im Anschluss gab es eine theoretische und praktische Einweisung durch die Fachfirma Drohne112.de.
Weitere Übungen geplant
Die Feuerwehr Arnsberg nutzt bereits eine Drohne dieses Herstellers. Deshalb sind die grundlegenden Steuerungsabläufe den Einsatzkräften schon bekannt. Trotzdem sind in den kommenden Wochen weitere Übungen geplant, damit alle neuen Funktionen im Einsatz sicher beherrscht werden. Dazu gehört eine rund 90-minütige Theorieeinheit und eine knapp vierstündige Praxisschulung.
Neue Drohne ist besonders leistungsstark
Die neue DJI Matrice M4TD gehört zu den leistungsstarken Drohnen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Sie verfügt über eine Weitwinkel- und eine Zoomkamera. Damit können Einsatzkräfte sowohl große Bereiche überblicken als auch Details aus sicherer Entfernung erkennen. Besonders wichtig ist die integrierte Wärmebildkamera: Sie macht Temperaturunterschiede auch bei Dunkelheit oder starker Rauchentwicklung sichtbar. Das hilft unter anderem dabei, Glutnester bei Waldbränden aufzuspüren oder vermisste Personen schneller zu finden.
Zusätzlich ist die Drohne mit einem Laser-Entfernungsmesser, einem Scheinwerfer und einem Lautsprecher ausgestattet. So kann sie Einsatzstellen nachts ausleuchten oder Durchsagen an Anwohnerinnen und Anwohner machen. Mit einer Flugzeit von bis zu 50 Minuten und dem Wetterschutzstandard IP55 kann das System auch bei Regen oder Schnee eingesetzt werden.
Die Feuerwehr Arnsberg hat mehrere Drohnen im Einsatz
Mit der Neuanschaffung ersetzt die Feuerwehr Arnsberg ihre bisherige Drohne vom Typ Yuneec Typhoon H520. Die neue Drohne wird auf dem Gerätewagen Messtechnik des Löschzugs Neheim stationiert. Dort können die Live-Bilder direkt auf einen Monitor im Fahrzeug übertragen und der Einsatzleitung vor Ort zur Verfügung gestellt werden. Eine weitere Drohne, eine DJI Air 3S, befindet sich auf dem Einsatzleitwagen 1 des Löschzuges Bruchhausen/Niedereimer, damit auch im östlichen Stadtgebiet schnell erste Luftbilder verfügbar sind.
