
Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen am Schiffsanleger in Meschede in der Nacht zum 3. Oktober setzt die Polizei Hochsauerlandkreis ihre Ermittlungen fort. Im Mittelpunkt steht die Frage, wer für die Steinwürfe und Körperverletzungen verantwortlich ist. Die Polizei bittet weitere Zeugen und Verletzte, sich zu melden.
Menschen müssen sicher feiern können. Das betont die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis nach den Ausschreitungen am Hennesee. "Wer feiern geht, will Spaß haben. Gewalt hat dabei keinen Platz. Wer Steine gegen ein Schiff wirft, während Gäste es verlassen, gefährdet Menschen, die mit dem Konflikt nichts zu tun haben", sagt der Leiter der Abteilung Polizei, Thomas Vogt. "Ärger über einen Verweis von einer Veranstaltung rechtfertigt keine Gewalt." Am 3. Oktober gegen 03:09 Uhr waren mehrere Notrufe bei der Polizei eingegangen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte ein Gast nach seinem Verweis von einer Veranstaltung auf dem Fahrgastschiff Steine gegen dessen Scheiben geworfen. Weitere Personen sollen sich daran beteiligt haben. Im weiteren Verlauf kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen. Die erste Streifenwagenbesatzung traf am Anleger auf eine unübersichtliche Situation mit zahlreichen Menschen und mehreren augenscheinlich Verletzten. Sie forderte weitere Polizei- und Rettungskräfte an. Vier verletzte Personen konnten vor Ort konkret erfasst werden. Weitere augenscheinlich Verletzte entfernten sich, bevor ihre Personalien festgestellt werden konnten. Wie viele Menschen insgesamt verletzt wurden, ist noch nicht abschließend geklärt. Am Schiff wurde eine Scheibe beschädigt. Die Ermittlungen sollen nun die Abläufe und die jeweiligen Tatbeiträge klären. "Wir ermitteln sorgfältig, wer welche Verantwortung trägt. Die bloße Anwesenheit am Anleger macht niemanden zum Tatverdächtigen. Entscheidend sind die konkreten Handlungen der einzelnen Personen", erklärt Vogt. "Dabei bewerten wir das Handeln aller Beteiligten nach denselben Maßstäben." Die Polizei bittet Menschen, die das Geschehen beobachtet haben oder selbst verletzt wurden und bislang nicht mit der Polizei gesprochen haben, sich bei der Polizeiwache Meschede zu melden. Auch Fotos oder Videos können helfen, die Abläufe zu rekonstruieren. Wer solche Aufnahmen besitzt, wird gebeten, diese im Original aufzubewahren und der Polizei zur Verfügung zu stellen.
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