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Möhnetalsperre wird ab nächster Woche belüftet
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Die rote Linie markiert den Grenzverlauf für das während der Tiefenbelüftung geltende Angelverbot. Der Verlauf der Sauerstoffleitungen ist blau, der Standort der Messboje gelb dargestellt.
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Möhnetalsperre wird ab nächster Woche belüftet

Der Ruhrverband will einem Fischsterben im Möhnesee vorbeugen. Deshalb wird die Talsperre belüftet. Es gilt ein Angelverbot.

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Sinkende Sauerstoffwerte im Tiefenwasser: Der Ruhrverband will die Möhnetalsperre ab der kommenden Woche vorsorglich belüften. Damit soll ein mögliches Fischsterben verhindert werden. Gleichzeitig gilt rund um die Anlage ab sofort ein Angelverbot.

Ruhrverband greift vorsorglich ein

An der Möhnetalsperre müssen auch in diesem Jahr wieder Maßnahmen gegen zu wenig Sauerstoff im Tiefenwasser ergriffen werden. Nach Angaben des Ruhrverbands zeigen die Sauerstoffgehalte dort seit Anfang August eine sinkende Tendenz. Deshalb soll voraussichtlich ab der kommenden Woche mit der Belüftung des Tiefenwassers begonnen werden. Die nötigen Perforationsschläuche werden aktuell bereits verlegt.

Mit dem Aufbau der Anlage ist auch ein Angelverbot in dem betroffenen Bereich sofort in Kraft getreten. Betroffen ist der Abschnitt zwischen den zwei tiefen Buchten in Höhe des Yachtclubs Möhnesee am Nordufer und der zweiten Bucht am Südufer von der Staumauer aus gesehen. In Richtung Staumauer darf dieser Bereich nur noch ohne anglerische Tätigkeit überfahren werden. Auch das Festmachen von Booten an den orange-gelben Bojen der Sauerstoffanreicherungsanlage ist verboten. Das teilt der Ruhrverband mit.

Belüftung für vier bis sechs Wochen

Der Ruhrverband spricht von einer reinen Vorsichtsmaßnahme. Solche Eingriffe habe es in den vergangenen Jahren auch an anderen Talsperren bereits gegeben, zum Beispiel am Hennesee. Nach bisherigen Erfahrungen dürfte die Belüftung etwa vier bis sechs Wochen dauern. So lange soll auch das Angelverbot gelten.

Nach Angaben des Ruhrverbands hat die sinkende Sauerstoffkonzentration nichts mit einer schlechteren Wasserqualität zu tun. Die Wasserqualität an den Talsperren sei trotz des heißen und trockenen Sommers weiterhin hoch. Der Rückgang des Sauerstoffs im Tiefenwasser sei vielmehr ein natürliches Phänomen.

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Unterschiedliche Temperaturen in den Wasserschichten gefährden die Fische

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Hintergrund der Maßnahme ist die Temperaturschichtung in der Talsperre zwischen Frühjahr und Herbst. Während sich das Wasser an der Oberfläche im Sommer stark erwärmt, bleibt das kalte und schwere Wasser am Grund liegen. Dazwischen bildet sich eine sogenannte Sprungschicht. Dort können Abbauprozesse von abgestorbenem Phyto- und Zooplankton den Sauerstoff stark verringern. Kritisch wird es für Fische nach Angaben des Ruhrverbands bei Werten von weniger als drei Milligramm Sauerstoff pro Liter.

Besonders kälteliebende Fischarten können dann im kalten Tiefenwasser eingeschlossen werden. Sinkt dort der Sauerstoffgehalt zu stark, droht Fischsterben. Der Ruhrverband überwacht diese Werte deshalb gemeinsam mit Labor und Fischereimanagement ab dem Spätsommer besonders genau. Durch gezielte Belüftung habe man in den vergangenen Jahren an mehreren Talsperren bereits erfolgreich verhindert, dass Fische zu Schaden kommen.

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