
Mobilitätsbefragung startet im Hochsauerlandkreis
Der Hochsauerlandkreis will wissen, welche Verkehrsmittel wir im Alltag benutzen oder ob wird zu Fuß gehen. Dazu startet eine Haushaltsbefragung. Die Fahrradfreundlickeit ihrer Kommune können Sauerländer beim Klimatest des ADFC bewerten.
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Wie kommen die Menschen im Hochsauerlandkreis im Alltag von A nach B - zu Fuß, mit dem Rad, dem Auto oder mit Bus und Bahn? Das will der Hochsauerlandkreis jetzt mit einer repräsentativen Haushaltsbefragung herausfinden. Rund 8.700 Haushalte bekommen dazu in den nächsten Tagen Post vom Hochsauerlandkreis. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie die Menschen im Kreis unterwegs sind - zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder auch zum Sport.
Befragung soll Alltag im HSK sichtbar machen
Mit der Befragung will der Hochsauerlandkreis das tägliche Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger erfassen. Es geht dabei um Fragen wie: Wie viele Wege legen Menschen im HSK jeden Tag zurück? Welche Verkehrsmittel nutzen sie dabei? Und wie zufrieden sind sie mit dem Verkehrsangebot im Kreis?
Ganz konkret sollen auch alltägliche Wege erfasst werden - etwa der Gang zum Bäcker, die Fahrt zur Arbeit, der Weg zum Supermarkt, ins Fitnessstudio oder ein abendlicher Spaziergang. Selbst wenn an einem Tag gar kein Weg zurückgelegt wird, ist auch diese Angabe für die Auswertung wichtig.
Aus den Daten wird später der sogenannte Modal Split berechnet. Damit ist gemeint, wie groß der Anteil der einzelnen Verkehrsmittel an den Alltagswegen der Menschen ist - also zum Beispiel Auto, Fahrrad, Fußverkehr oder öffentliche Verkehrsmittel. Diese Zahlen gelten als wichtige Grundlage für die weitere Verkehrsplanung im Hochsauerlandkreis.
HSK-Landrat Thomas Grosche wirbt deshalb für eine breite Beteiligung. Er sagt: Je mehr Menschen mitmachen, desto verlässlicher werden die Ergebnisse. Der Kreis wolle die Mobilität der Zukunft gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten und stärker an ihren Bedürfnissen ausrichten.
Die Befragung läuft vom 22. September bis zum 15. Oktober 2026 und wird im Auftrag des Hochsauerlandkreises von einem Planungsbüro aus Dortmund durchgeführt. Die ausgewählten Haushalte werden zufällig angeschrieben und können auf drei Wegen teilnehmen: online, schriftlich per Post oder telefonisch.
Die Umfrage besteht aus drei Teilen: einem Fragebogen zum Haushalt, Fragebögen für die einzelnen Personen im Haushalt und einem Wegeprotokoll. Darin sollen alle Personen ab sechs Jahren für einen vorgegebenen Werktag eintragen, welche Wege sie zurückgelegt haben und welche Verkehrsmittel sie dafür genutzt haben.
Wie fahrradfreundlich ist deine Kommune?
Aktuell läuft auch eine Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs(ADFC). Radfahrende im Hochsauerlandkreis können die Fahrradfreundlichkeit ihrer Kommune bewerten. Mit der bundesweiten Befragung will der ADFC herausfinden, wie gut das Radfahren vor Ort funktioniert, was sich in den vergangenen Jahren verbessert hat und wo es noch Probleme gibt. Die Teilnahme ist kostenlos, anonym und dauert nur wenige Minuten.
Schwerpunkt liegt auf Kindern und Jugendlichen
Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen wie: Sind die Radwege in einem guten Zustand? Macht Radfahren im Alltag Spaß oder ist es eher stressig? In diesem Jahr setzt der ADFC außerdem einen besonderen Schwerpunkt auf die Mobilität von Kindern und Jugendlichen.
Neu ist dazu der Fragebogen für Jugendliche. Dabei werden gezielt 10- bis 20-Jährige zu ihren Radfahrgewohnheiten befragt. Zusätzlich können beim sogenannten FKT Kommunen auch Verwaltungen darstellen, was sie für den Radverkehr bereits tun. So soll ein möglichst umfassendes Bild zur Fahrradfreundlichkeit in deutschen Städten und Gemeinden entstehen.
Je mehr Menschen im Hochsauerlandkreis mitmachen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse. Die Resultate der drei Befragungen sollen im Frühjahr 2027 veröffentlicht werden. Sie helfen laut ADFC Verkehrsplanerinnen und politischen Verantwortlichen dabei, Stärken und Schwächen vor Ort besser zu erkennen und gezielt Maßnahmen für den Radverkehr umzusetzen. Bei der letzten Umfrage hat die Gemeinde Eslohe im HSK am besten abgeschnitten.
Für Radfahrende ist die Umfrage auch eine direkte Möglichkeit, den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung eine Rückmeldung zu geben.
Zur Befragung geht es hier: https://fkt.adfc.de/befragung