
Wie die Mobilität der Zukunft in Südwestfalen aussehen kann, ist eines der zentralen Themen für die Region. Bei einer Abschlussveranstaltung zur regionalen Mobilitätsstrategie ging es jetzt um bisherige Ergebnisse, laufende Entwicklungen und die Perspektiven für die kommenden Jahre - auch mit Blick auf den Hochsauerlandkreis.
Abschlussveranstaltung zur Mobilitätsstrategie
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen ein Rückblick auf wichtige Meilensteine, neue Impulse für die weitere Entwicklung und praxisnahe Einblicke in Projekte und Strategien. Außerdem kamen Akteurinnen und Akteure aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Planung zusammen, um sich über die nächsten Schritte auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Autonomes Fahren im Fokus
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema autonomes Fahren. Thomas Drewes, Leiter Autonomes Fahren bei der DB Regio AG, stellte aktuelle Entwicklungen und Ergebnisse einer neuen Studie vor. Im Fokus stand dabei vor allem die Frage, welche Chancen automatisierte Systeme im ländlichen Raum bieten und welche Einsatzmöglichkeiten sich daraus für Südwestfalen ergeben.
Gerade für eine eher ländlich geprägte Region wie Südwestfalen könnte das Thema künftig an Bedeutung gewinnen - etwa dort, wo klassische Nahverkehrsangebote schwerer aufrechtzuerhalten sind oder neue flexible Lösungen gebraucht werden.
Auch die Initiative NeMo spielt eine Rolle
Das Thema autonomes Fahren ist auch Teil der Initiative NeMo. Aus dem Hochsauerlandkreis haben sich bereits die Städte Winterberg und Marsberg angeschlossen. Dahinter steht das Ziel, neue Mobilitätslösungen zu entwickeln und innovative Ansätze auch für ländliche Regionen nutzbar zu machen.
Mobilitätswende bleibt ein Schlüsselthema
Die Mobilitätswende gilt in Südwestfalen weiter als wichtiges Zukunftsthema - für die Wirtschaftskraft, die Lebensqualität und den Klimaschutz. In einer gemeinsamen Strategie hat die Region deshalb konkrete Ansätze für die Mobilität der kommenden Jahre erarbeitet, dabei spielt auch der Fußgängerverkehr eine Rolle.
Strategie im Rahmen der REGIONALE 2025
Im Kern geht es um Fragen, die viele Menschen in der Region direkt betreffen: Wie lassen sich individuelle Mobilitätsbedürfnisse nachhaltig erfüllen? Welche Knotenpunkte im Verkehrsnetz müssen weiterentwickelt werden? Und wo braucht es neue Verbindungen?
Gerade im Sauerland spielen vernetzte Verkehrsangebote, Mobilstationen und ein besser abgestimmter öffentlicher Nahverkehr eine immer größere Rolle. Der Hochsauerlandkreis sieht nach Angaben von Landrat Thomas Grosche klare Vorteile in der weiteren Mitgliedschaft im Zukunftsnetz Mobilität NRW.
Mobilstationen als aktueller Schwerpunkt
Ein aktueller Schwerpunkt liegt im Hochsauerlandkreis auf der Weiterentwicklung von Mobilstationen. Sie sollen unterschiedliche Verkehrsmittel besser miteinander verknüpfen - vom Zug über den Bus bis hin zu Fahrrad und Auto. Gerade in einer Flächenregion wie dem Sauerland gilt das als wichtiger Baustein, um Wege flexibler und alltagstauglicher zu machen.
Unterstützung durch das Zukunftsnetz Mobilität NRW
Das Zukunftsnetz Mobilität NRW unterstützt Städte, Gemeinden und Kreise dabei, nachhaltige Mobilitätskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem sogenannten Kommunalen Mobilitätsmanagement. Dabei geht es unter anderem um bessere Verkehrsplanung, mehr Verkehrssicherheit und die Förderung klimafreundlicher Angebote.
Auch im Hochsauerlandkreis gab es in den vergangenen Jahren bereits mehrere gemeinsame Projekte mit dem Netzwerk. Dazu gehören Aktionen im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche, Kampagnen zur Verkehrssicherheit sowie Fachveranstaltungen und Workshops rund um das Mobilitätsmanagement.
Immer mehr Kommunen machen mit
Mit dem Beitritt von Eslohe, Hallenberg und Marsberg in diesem Jahr sind inzwischen sieben von zwölf Sauerländer Kommunen Teil des Zukunftsnetzes.
Das Zukunftsnetz Mobilität NRW ist ein landesweites Netzwerk für Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Getragen wird es vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe, dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg. Unterstützt wird es vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.