
In Eslohe-Bremke hat eine ungewöhnlich reflektierende HU-Plakette gestern die Aufmerksamkeit einer Streifenwagenbesatzung geweckt.
An einer Tankstelle bemerkten die Polizisten einen VW. Die Plakette am hinteren Kennzeichen erschien ihnen ungewöhnlich hell. Die Polizisten wendeten und kontrollierten das Fahrzeug.
Bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass es sich nicht um eine amtliche HU-Plakette, sondern um einen pinkfarbenen 3D-Gel-Aufkleber handelte. Dieser war auf die echte Plakette geklebt worden und ließ sich ohne großen Aufwand entfernen. Darunter kam eine echte grüne HU-Plakette zum Vorschein: Die Hauptuntersuchung des Fahrzeugs war bereits seit November 2024 abgelaufen.
Strafverfahren eingeleitet
Der 29-jährige Fahrzeughalter gab an, den Aufkleber etwa zwei Wochen zuvor im Internet bestellt und auf dem Kennzeichen angebracht zu haben. Sein Fahrzeug sei nicht durch die Hauptuntersuchung gekommen. Die Polizei hat jetzt ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung eingeleitet. Auch die deutlich überzogene Hauptuntersuchung hat weitere Konsequenzen.
Die Polizei weist darauf hin: Eine falsche Plakette macht ein Fahrzeug nicht verkehrssicher. Werden bei der Hauptuntersuchung Mängel festgestellt, müssen diese fachgerecht behoben werden. Dabei gehe es nicht nur um eine Plakette, sondern um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.