
NRW-Familienministerin Verena Schäffer hat in Hüsten die Regenbogen-Kita besucht. Anlass war die Reform des Kindergartenbildungsgesetzes (KiBiz). Im Mittelpunkt der Diskussion mit den Erzieherinnen und Erziehern sowie weiteren Fachleuten stand hierbei besonders die Zukunft der sogenannten Sprachkitas. In diesen Einrichtungen werden Kindern besonders in diesem Bereich gefördert. In der bisher vorliegenden KiBiz-Novelle sehen die Verantwortlichen durch die Umwandlung der Sprach-Kitas in die sogenannte plusKITA die Sicherung der vorhandenen Expertise bei den Fachkräften und Fachberatungen gefährdet.
Mehr Geld für Sprachförderung
„Sprache ist der Schlüssel zur Welt“, so die Ministerin und machte deutlich, dass ihr diese Förderung auch für die Zukunft sehr am Herzen liege. Sie verwies auch darauf, dass die Mehrsprachigkeit, die Kinder mit Migrationshintergrund oft mitbringen, ein enormer Schatz der Kinder sei. Darum sei es wichtig, die Muttersprache der Kinder zu stärken und die deutsche Sprache alltagsintegriert zu erwerben.
„Mit rund 50 Millionen Euro mehr für Sprachbildung profitieren alle Kinder in den Kitas in Nordrhein-Westfalen", sagte Schäffer. Das Land fördere gezielt Kinder mit hohem Sprachförderbedarf, die eine plusKITA besuchen. Hierfür seien nun rund 46,5 Millionen Euro zusätzlich eingeplant. In plusKITAs könne so zusätzliches Personal für die Sprachbildungsarbeit eingesetzt werden.
Außerdem soll eine App die Beschäftigten bei der Sprachentwicklungserhebung unterstützen und Online-Schulungsmaterial zur Verfügung gestellt werden. „Wir müssen mit der Sensibilisierung für den Medienschutz, aber auch mit der Anbahnung von Kompetenzen im Medienumgang möglichst früh ansetzen“, so die Ministerin, „denn die gehören inzwischen zur Lebenswelt auch noch kleiner Kinder.“
KiBiz-Reform soll noch im Sommer verabschiedet werden
Die KiBiz-Reform, die noch im Sommer verabschiedet werden soll, sorge künftig für noch mehr Bildungsqualität und Chancengerechtigkeit, Stabilität und Verlässlichkeit im System, versicherte die Ministerin. „Kitas sind wichtige Bildungsorte unserer Kinder, hier werden die Startchancen für einen erfolgreichen weiteren Bildungsweg gelegt. Deshalb haben für uns als schwarz-grüne Landesregierung gute Bedingungen in den Kitas oberste Priorität – für Kinder, für ihre Eltern und für die Beschäftigten in den Kitas.“
Mit der KiBiz-Novelle will die Landesregierung noch einmal deutlich mehr Geld in die Hand nehmen als in der Vergangenheit: Zu den im ersten Entwurf vorgesehenen zusätzlichen Mitteln von 315 Millionen Euro kämen nun noch einmal rund 106 Millionen Euro für weitere Verbesserungen pro Kindergartenjahr. „Damit“, so die Ministerin, „werden zusätzliche Verbesserungen zur Stärkung der frühkindlichen Bildung, mehr Verlässlichkeit und Entlastung der Kitas ermöglicht.“
