
- Kirche in Berge könnte zur Turnhalle werden
- Erweiterung der Turnhalle in Freienohl geplant
- Sportplatz am Schederweg wird Multifunktionsgelände
- Fraktionen beraten über Finanzierung und Umsetzung
Die Stadtverwaltung Meschede hat im Ausschuss für Generationen, Bildung, Freizeit und Soziales drei Machbarkeitsstudien für Großprojekte im Sportbereich vorgestellt. Beauftragt wurden diese Konzepte zuvor vom Stadtrat. Im Fokus stehen eine Umnutzung der St.-Luzia-Kirche in Berge, die Erweiterung der Turnhalle in Freienohl sowie der Umbau des Sportplatzes am Schederweg. Insgesamt belaufen sich die Kostenschätzungen für alle drei Vorhaben auf gut 20 Millionen Euro.
Grundlage für Haushaltsberatungen
Für die Schulen und Vereine in Meschede würden die Projekte eine massive Verbesserung des lokalen Sportangebots bedeuten. Bürgermeister Christoph Weber betonte, dass es sich bei den Plänen nicht um Luftschlösser handele, sondern um eine fundierte Grundlage für künftige Haushaltsberatungen. Dennoch bremste der Stadtkämmerer die Erwartungen auf eine schnelle Umsetzung. Die finanziellen Mittel der Stadt seien begrenzt, da auch dringend in andere Bereiche wie Schulen und die Feuerwehr investiert werden müsse.
Sportfeld in Kirchengebäude
Konkret sieht ein Konzept vor, in das Kirchenschiff der St.-Luzia-Kirche in Berge ein rund 500 Quadratmeter großes Sportfeld zu integrieren. Ein Seitenteil bliebe dabei für die kirchliche Nutzung erhalten. Am Schederweg soll aus dem bisherigen Tennenplatz eine moderne Anlage unter anderem mit Sprintbahnen, einer Finnenbahn, Rollsport-Asphalt sowie einem Beachvolleyball-Feld entstehen, die sowohl für den Schulsport als auch privat genutzt werden kann.
Turnhalle mit Schwimmbad verbunden
Das aufwändigste Projekt ist die Turnhalle in Freienohl mit geschätzten 13 bis 14 Millionen Euro. Hier soll in drei Bauabschnitten ein Erweiterungsbau entstehen, der die bestehende Halle barrierefrei mit dem dortigen Schwimmbad verbindet. Durch diese Aufteilung in verschiedene Etappen könnten die hohen Kosten über einen längeren Zeitraum gestreckt werden, bevor im letzten Schritt eine komplett neue Einfeld-Sporthalle angebaut wird.
Wie es mit den Plänen weitergeht
Die Fraktionen im Stadtrat beraten jetzt über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien und entscheiden über das weitere Vorgehen. Aufgrund der angespannten Haushaltslage und geschätzter Kosten von rund 20 Millionen Euro ist eine sofortige Gesamtumsetzung unwahrscheinlich.