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Milder Winter mit 40 Schneetagen im Sauerland
© Stadt Winterberg
Winterdienste im Sauerland leisten seit Wochen Schwerstarbeit
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Milder Winter mit 40 Schneetagen im Sauerland

Das Wetterportal Sauerland hat eine Winterbilanz gezogen: Obwohl es ein milder Winter war, ist auch viel Schnee gefallen

Veröffentlicht: Montag, 02.03.2026 05:57

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Der Winter 2025/26 im Sauerland war rund ein Grad wärmer als im Klimamittel von 1991 bis 2020. Damit reiht er sich in die milden Winter der letzten zehn Jahre ein. Das Wetterportal Sauerland hat jetzt eine Winterbilanz gezogen. Es war zu trocken: Im südwestlichen Sauerland fielen etwa 250 Liter Regen, im Nordosten nur 150 – nördlich der Ruhr sogar nur die Hälfte des Üblichen.

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Sonnenstunden unterschiedlich verteilt

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Die Sonnenscheindauer zeigte ein deutliches Gefälle von bis zu 230 Stunden im Raum Arnsberg und im Bereich des Möhnesees bis nur rund 130 Stunden nahe der hessischen Grenze. Die vorherrschenden südlichen bis südöstlichen Windrichtungen sorgten nördlich des Gebirgskammes verbreitet für Wolkenauflockerungen, während es im Gebirgsstau nahe der hessischen Grenze an vielen Tagen trüb blieb.

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Mehr Schnee als in den vergangenen Jahren

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Ein im Durchschnitt milder und trockener Winter sei nicht immer mit Schneelosigkeit gleichzusetzen, so das Wetterportal Sauerland. Dies zeigten knapp 40 Schneetage auch in den Tälern des Wittgensteiner Landes und der Medebacher Bucht. An Ruhr und Lenne wurden meist zwischen 15 und 20 Schneetage gezählt. Insgesamt war dies etwas mehr als in vielen der Vorjahre. Hinsichtlich des Witterungsverlaufes begann der Dezember noch mit leichten Frostwerten und Schneeresten aus der winterlichen Phase um den 20. November. In der Adventszeit war es in weiten Teilen der Region schneefrei und auch frostrei. Besonders an der Ruhr wurden einige sehr milde Tage bis knapp 15 Grad registriert.

Wetterumschwung zu Weihnachten

Ein markanter Umschwung der Witterung erfolgte ab dem 22. Dezember, also kurz vor Weihnachten. Der Wind drehte zunächst auf Ost und es setzte Frostwetter ein. Ab Neujahr sorgten Nordwinde mit feuchtkalten Luftmassen für schneereiche Tage bis in die Täler. Teils lagen auch hier bis zu 20 cm, auf dem Kahlen Asten erreichte die maximale Schneedecke am 10. Januar bis zu 47 cm. Dies war mehr als in den beiden Vorwintern, liegt allerdings noch deutlich unter dem Durchschnitt früherer Jahre (70-80 cm). Im weiteren Verlauf des Januars stellte sich ein Wechsel zwischen kurzen milderen Phasen und neuen winterlichen Abschnitten ein. Die Temperaturen lagen verbreitet im Bereich des langjährigen Mittels und so wurde der Januar insgesamt einer, welcher allgemein den Charakter „winterlich“ aufwies. In den ersten 20 Februartagen bauten sich größere Unterschiede auf zwischen einem eher milden Westen und Nordwesten des Sauerlandes und einem überwiegend winterlichen Osten. Nahe der hessischen Grenze konnte sich verbreitet eine Schneedecke halten bzw. immer wieder neu aufbauen. Von Schmallenberg und Olsberg westwärts gab es dagegen nur noch kurze Schneephasen und bereits erste milde Tage. Der Winter schloss anschließend überall mit frühlingshaften Werten von rund 13 Grad in den Hochlagen und bis 20 Grad im Raum Arnsberg

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