Messerstecher von Arnsberg stellt sich der Polizei

In der Nacht zu Sonntag hat es eine schwere Auseinandersetzung zwischen drei Besuchern des Clubs "Her Nilsson" in Arnsberg gegeben.

Blaulicht an einem Rettungswagen (Symbolbild). 
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Nach der schweren Auseinandersetzung im Arnsberger Club "Herr Nilsson" ermittelt jetzt die Dortmunder Mordkommission. Es geht um den Verdacht der versuchten Tötung. Ein 21jähriger Mann aus Sundern hat während des Streits in der Diskothek eine Stichwaffe gezückt, so die Staatsanwaltschaft Arnsberg. Mit der Waffe hat er zwei Männer lebensgefährlich verletzt, heißt es weiter. Ein unbeteilgter Mann aus Dortmund wurde leicht verletzt.

Zwei Tage nach der Auseinandersetzung hat sich der Tatverdächtige gestellt. Das hat die Staatsanwaltschaft Arnsberg eben bestätigt. Er konnte durch die Videokameras identifiziert werden und wurde seitdem gesucht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen den polizeibekannten Mann.

Der Betreiber der Diskothek sagt in einer Stellungnahme, die Sicherheitsstandards seien bei ihm höher als gesetzlich notwendig.


Betreiber äußert sich

Der Betreiber hat inzwischen eine umfangreiche Stellungnahme auf seiner Facebookseite abgegeben. Darin heißt es, die drei Besucher seien im Club aneinander geraten und hätten sich dabei schwere Verletzungen zugefügt. Solche Konfrontationen ließen sich auch trotz bereits hoher Sicherheitsstandards nicht verhindern, heißt es. Durch Aufzeichnungen der Überwachungskameras konnte aber bereits ein Täter identifiziert werden. In der Stellungnahme heißt es auch, dass die zum Teil Schwerverletzten sich inzwischen stabilisiert hätten.

"Fäuste sind zum Jubeln da!" steht in einer heute erstellten Veranstaltung für den kommenden Samstag. Nachdem in der Nacht zu gestern drei Besucher aneinandergeraten und sich gegenseitig schwer verletzt haben, will der Club sich damit gegen Gewalt positionieren. Die Beteiligten hätten einen internen Streit gehabt, soetwas könne immer wieder auftreten. Trotzdem will der Betreiber sein Sicherheitspersonal und die Kontrollen noch weiter aufstocken.

Staatsanwaltschaft beantragt Haftbefehl

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft am Nachmittag einen Haftbefehl beantragt. Er gehe davon, dass der Tatverdächtige 21-Jährige in Haft gehe, so der Arnsberger Staatsanwalt Neulken. Er hat den Antrag heute an das zuständige Gericht weitergegeben.

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