
Vorangegangen ist ein Antrag von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Partei hatte Mitte August letzten Jahres beantragt, die Verkehrssituation auf der L687 bei Sundern-Langscheid zu prüfen. Heute werden einzelne Punkte besprochen, welche unter anderem die Verkehrssicherheit am Sorpesee erhöhen sollen.
Ein Schwerpunkt ist die Situation im Bereich der „Futterbox“. Die Stadt hat bei Straßen.NRW die Einrichtung einer stationären Fußgängerampel beantragt. Erste Gespräche dazu gab es bereits vor Ort. Weil die mobile Ampelanlage in diesem Jahr noch einmal aufgestellt wurde, plant die Verwaltung zusätzlich eine Markierung auf der Fahrbahn. Vorgesehen sind Haltebalken und ein Fußgängerüberweg. Dazu laufen ebenfalls Gespräche, so die Verwaltung.
Neue Fahrbahnmarkierungen und Tempo 30?
Im Bereich der L687 zwischen Langscheid und Amecke gibt es bereits an mehreren Stellen eine durchgezogene Mittellinie. Solche Markierungen werden laut Verwaltung angeordnet, wenn die Unfallkommission nach mehreren gleichartigen Unfällen tätig wird. Für den Bereich am ehemaligen Turmcafé liegen laut Verwaltung keine Hinweise auf ein erhöhtes Unfallaufkommen vor. Deshalb fehle die Begründung für eine durchgezogene Mittellinie. Auch eine Ausweitung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h ist nicht vorgesehen. Die Stadt verweist darauf, dass die bestehende Reduzierung seinerzeit als Verkehrsversuch eingeführt wurde. Begründet wurde sie mit dem erwarteten Besucheraufkommen und den vielen Querungen in einem Abschnitt zwischen „Seehof“ und „Seegarten“.
An den Zufahrten zur Jugendherberge und zu den Parkplätzen rund um den Sorpesee sind farbliche Markierungen der Querungen des Geh- und Radwegs geplant. Die Arbeiten werden derzeit ausgeschrieben. Um zu verhindern, dass Motorräder die fußläufige Verbindung vom Parkplatz „Sorpeblick“ zum darüber verlaufenden Geh- und Radweg nutzen, wurde bereits eine Umlaufsperre installiert.
Neue Geschwindigkeitsanzeige an der Promenade
Seit März 2026 hängt an der Promenade eine Geschwindigkeitsanzeigetafel. Sie misst derzeit den Verkehr in Fahrtrichtung Damm. Ob die Tafel auch auf die andere Straßenseite wechseln kann, damit sie Fahrzeuge in Richtung Amecke erfasst, wird noch geprüft. Zusätzlich soll temporär eine weitere Geschwindigkeitsanzeigetafel auf Höhe der früheren Bushaltestelle zwischen den Einfahrten zur Jugendherberge und zum Parkplatz „Sorpeblick“ aufgehängt werden. Dafür muss noch eine Befestigung geschaffen werden. Das Material ist nach Angaben der Verwaltung bereits bestellt, die Arbeiten sind beauftragt.
Straßen.NRW zahlt Ampel und Markierungen
Die Kosten für eine mögliche Ampel an der Futterbox und für die genannten Markierungsarbeiten übernimmt Straßen.NRW als Straßenbaulastträger. Die Kosten für die Befestigung der temporären Geschwindigkeitsanzeigetafel trägt die Stadt Sundern. Die Anzeigetafeln selbst sind bereits vorhanden.