
Berufstätige Väter im Hochsauerlandkreis nehmen sich immer häufiger eine Auszeit für ihre Familie. Das zeigt die aktuelle Statistik von IT.NRW zum Elterngeld. Im Hochsauerlandkreis hat danach jeder vierte erwerbstätige Vater(25,8%) im vergangenen Jahr Elterngeld bezogen. In Nordrhein-Westfalen liegt der Hochsauerlandkreis damit im Durchschnitt. Im Jahr 2021 ist es bei uns nur jeder fünfte Vater(20%) gewesen. In Ostwestfalen liegt der Anteil der Männer, der eine Zeit lang bei den Kindern bleibt, am höchsten. In Münster haben rund 34% der Väter Elterngeld beantragt, im Kreis Coesfeld 32%. In den Städten Köln und Bonn waren es rund 30% der Väter.
Frauen beziehen länger Elterngeld als Männer
Laut der Statistik zum Elterngeld empfingen rund 373.000 Personen in NRW im Jahr 2025 Elterngeld. Darunter waren rund 279.000 Frauen und rund 93.000 Männer. Der sog. Väteranteil lag damit in NRW bei rund 25 %. Bei der geplanten Bezugsdauer gab es deutliche Geschlechterunterschiede: Die männlichen Elterngeldbeziehenden planten, die Leistung im Schnitt 4,0 Monate in Anspruch zu nehmen. Bei den Frauen lag die durchschnittliche geplante Bezugsdauer bei 15,1 Monaten.
Das Elterngeld soll Mütter und Väter unterstützen, die ihr Kind nach der Geburt selbst betreuen und deshalb nicht oder nicht voll erwerbstätig sein können. Eltern können die Leistungen in Form von Basiselterngeld oder Elterngeld Plus (mit/ohne Partnerschaftsbonus) beziehen oder beides kombinieren. Das Elterngeld Plus soll insbesondere Teilzeitarbeit nach der Geburt begünstigen. Im Jahr 2025 wählten rund 41 % aller Beziehenden – zumindest anteilig – die Variante Elterngeld Plus. Unter den männlichen Elterngeldempfängern war das Elterngeld Plus mit einem Anteil von rund 27 % jedoch weniger verbreitet als unter den weiblichen Beziehenden mit rund 45 %.