
Im Hochsauerlandkreis sind im vergangenen Jahr mehr Raser erwischt worden. Die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße ist um 27 Prozent angestiegen. Das zeigt die Jahresstatistik des Fachdienstes Verkehrsordnungswidrigkeiten für 2025. Spitzenreiter war ein Autofahrer in Meschede-Berge: Er fuhr bei erlaubten 50 km/h mit 133 km/h. Er musste für drei Monate seinen Führerschein abgeben und eine hohe Geldbuße zahlen. Mit 69 km/h zu viel auf dem Tacho wurde ein Auto bei erlaubten 70 km/h außerorts in Brilon-Rösenbeck auf der B7 in Fahrtrichtung Brilon erwischt. Platz 3 der Raser belegt ein Pkw-Fahrer, der die Geschwindigkeit außerhalb in Meschede-Wallen auf der Caller Straße, um 67 km/h bei zulässigen 50 km/h überschritten hat. Die meisten Verkehrssünder sind an mobilen Messstellen an der Kappe in Winterberg, auf der B251 in Brilon-Wald und auf der Hoppecker Straße in Brilon erwischt worden.
7,5 Mio. Euro für Verkehrsverstöße
Im Jahr 2025 gab es im Hochsauerlandkreis 141.513 Geschwindigkeitsverstöße, die vom Fachdienst Verkehrsordnungswidrigkeiten geahndet worden sind
Insgesamt hat der Hochsauerlandkreis von Verkehrssündern im Jahr 2025 rund 7,5 Mio. Euro eingenommen - im Vorjahr nur 6,1 Millionen Euro.
Das weitläufige Kreisgebiet des Hochsauerlandkreises erfordert eine flächendeckende Geschwindigkeitsüberwachung. Dafür sind sieben stationäre Anlagen, vier mobile Messfahrzeugen und zwei Blitzeranhänger im Einsatz.
Auch ausländische Autofahrer werden zur Kasse gebeten
Im Hochsauerlandkreis sind gerade in den touristischen Hot-Spots auch viele Autofahrer aus dem Ausland unterwegs. Die Bußgeldstelle leitete 19.544 Verfahren wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen und Sicherheitsgurtverstößen in allen EU-Ländern jeweils in der jeweiligen Landessprache ein.
Weniger Alkohol- und Drogenfahrten
Nach Angaben des Hochsauerlandkreises sind die festgestellten Alkohol- und Drogenfahrten im Jahr 2025 zurückgegangen. Im Jahr 2024 lag die Anzahl der zu bearbeitenden Verfahren bei 300 und im Jahr 2025 bei 229. Auch die Anzahl der Verkehrsunfälle ist um 5 Prozent rückläufig (2024 - 1888 Unfälle, 2025 - 1793 Unfälle). Weiterhin ist die statistische Zahl der Handysünder von 2024 2.202 Verstöße auf 1.663 Verstöße um ca. 25 Prozent gesunken.
Insgesamt sind im vergangenen Jahr 756 Fahrverbote festgesetzt worden. Dies ist ein geringfügiger Rückgang zu den 795 im Jahr 2024 festgesetzten Fahrverboten.
Lag der Wert im Jahr 2024 bei 117.985 Buß- und Verwarngelder, so stieg er im vergangenen Jahr auf 146.754, damit ein Plus von 24 Prozent.