
Wer sich 2026 ein Elektroauto kauft, bekommt Förderung vom Bund. Wieviel, hängt auch von der familiären Situation ab. Familien mit Kindern bekommen für ihr neues Elektro-Auto mehr Fördergelder. Auch Menschen mit niedrigerem Einkommen. Im Hochsauerlandkreis wächst die Zahl der reinen Elektrofahrzeuge nur langsam. Ende 2025 waren beim Kreis 6.798 E-Autos angemeldet. Rund 18 % mehr als im Jahr zuvor. Autos mit Hybrid-Motor(können auch Benzin tanken) waren Ende 2025 14.685 angemeldet. Ein Fünftel mehr als 2024 (11.673).
Der Anteil der reinen Elektroautos an der Gesamtzahl der Autos im Hochsauerlandkreis ist immer noch gering. Er liegt bei 3,9 %. Insgesamt waren bei uns Ende vergangenen Jahres 173.656 Autos zugelassen.
Sauerländer Bundestagsabgeordnete der Grünen, Sandra Stein, begrüßt Förderung
Grundsätzlich begrüßen Bündnis 90/Die Grünen, dass es wieder eine Förderung für E-Autos gibt, sagt die Sauerländer Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Sandra Stein, aus Sundern-Hagen. Sie hält es für sehr wichtig, um diesen Markt überhaupt anzureizen. Das sei ein wichtiges Signal an unsere Automobilindustrie in Deutschland und auch die vielen Zulieferer, die wir auch bei uns hier im Sauerland haben. Insofern sei das erstmal gut, so Stein. Aber sie hat auch ein paar Kritikpunkte an der Ausgestaltung, u.a. zur Einkommensgrenze, der Förderung von Familien und dem Listenpreis von E-Autos:
Soviel Förderung gibt es für E-Autos
Wer ein Elektroauto kauft oder least, bekommt künftig je nach persönlichen Umständen und Fahrzeugart zwischen 1.500 und 6.000 Euro vom Staat. Wer weniger verdient oder Kinder hat, bekommt mehr innerhalb dieser Spanne.
Soviel Geld gibt es beim Kauf reiner Elektroautos
Die Fördergrenze liegt bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von 80.000 Euro. Das entspreche ungefähr einem monatlichen Nettoeinkommen von 4.800 Euro bei Ledigen und 5.400 Euro bei Paaren, so das Bundesumweltministerium. Die maximale Fördergrenze liegt bei 90.000 Euro Haushaltseinkommen, falls zwei Kinder vorhanden sind, durch die sich die Grenze um jeweils 5.000 Euro nach oben verschiebt.
Die Basisförderung liegt für reine Elektroautos bei 3.000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4.000 Euro, für Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro 5.000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1.000 Euro. Wer Geld bekommen will, muss sein Fahrzeug ab Kauf mindestens drei Jahre behalten.
Gebrauchtwagen werden nicht gefördert.
Plug-in-Hybride erhalten weniger Förderung
Weniger Geld gibt es für sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und Fahrzeuge mit einem Range Extender liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.
Damit Autos mit diesen Technologien förderfähig sind, dürfen sie nicht mehr als 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder müssen eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. Für die Zeit ab dem 1. Juli 2027 soll die Förderung auf den Prüfstand, angedacht sind dann Vorgaben, die sich stärker am CO2-Ausstoß im realen Betrieb orientieren.
Wer sein Elektroauto oder bestimmte Plug-in-Hybride ab dem 1. Januar neu zugelassen hat, kann die Förderung beantragen. Das gilt sowohl für den Kauf als auch das Leasing. Beantragen kann man die neue Förderung voraussichtlich aber erst ab Mai, wenn das entsprechende Internet-Portal an den Start gehen soll.
Insgesamt drei Milliarden Euro sind für die Kaufprämie vorgesehen, was laut Ministerium für etwa 800.000 geförderte Fahrzeuge bis 2029 ausreichen soll.
Quelle: dpa