
Eine große Anzahl ausgesetzter Hühner hat am Wochenende einen Einsatz der Feuerwehr in Marsberg ausgelöst. Die Hühner waren vermutlich krank.
Am frühen Samstagabend wurden die Löschgruppen Westheim und Oesdorf alarmiert. Polizei und andere Helfer waren bereits vorher vor Ort. In einem Waldstück zwischen Oesdorf und Westheim waren Hühner ausgesetzt worden, berichtet die Feuerwehr Marsberg. Ein Teil davon war bereits tot. Die Feuerwehr wurde am frühen Abend hinzugezogen, um die noch lebenden Tiere einzufangen.
Hühner in Gatter gelockt
Problematisch war der Umstand, dass die Tiere möglicherweise erkrankt ausgesetzt worden waren und vor Ort keine Möglichkeit bestand, dies zu überprüfen. Die frei laufenden Tiere wurden durch Einsatzkräfte in ein provisorisches Gatter gelockt, anschließend zum Wegtransport auf einen großen Anhänger verladen. Hier halfen Mitarbeiter einer Vogelausgewöhnungsstation mit, die geeignete Ausrüstung mitbrachten. Dank des Einsatzes von Wärmebildkameras konnten die Tiere trotz Dämmerung gut aufgespürt werden. Durch die Einsatzleitung wurde in Rücksprache mit Fachberatern und zuständigen Behörden besprochen, wie mit den lebenden Tieren umzugehen sei.
In Zusammenarbeit mit der zuständigen Vererinärbehörde des Hochsauerlandkreises konnte die Unterbringung der noch lebenden Tiere geregelt werden, ehe die zuständigen Behörden dann über das weitere Vorgehen entschieden. Auch die bereits toten Tiere wurden der Weisung der Behörden gemäß in Mullsäcke verpackt und gekühlt gelagert, um sie für mögliche Folgeuntersuchungen nutzen zu können. Auch die Reinigung der benutzten Geräte und Ausrüstungsgegenstände wird in Absprache mit den Behörden vorgenommen. Etwa 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort, ebenso die Polizei und Mitarbeiter der Stadt Marsberg. Auch Personal einer naheliegenden Vogelausgewöhnungsstation waren an dem Einsatz beteiligt, die Einsatzleitung lag beim Leiter der Feuerwehr, Cyrill Stute.