
Mehrere Menschen eingeklemmt in ihren Fahrzeugen - dieses Szenario erwartete die Arnsberger Feuerwehr gestern Morgen beim Eintreffen an der Unfallstelle auf der A46 bei Neheim. Außerdem standen mehrere Ersthelfer und Unfallbeteiligte unter Schock und mussten betreut werden. Auch ein PSNV-Erkunder (Psychosoziale Notfallversorgung) ist gestern zum Einsatz gekommen, um Betroffene gezielt zu unterstützen, berichtet die Feuerwehr Arnsberg.
Fahrer mussten aus ihren Fahrzeugen befreit werden
Um die umfangreichen Maßnahmen geordnet abarbeiten zu können, wurde die Einsatzstelle in drei Abschnitte unterteilt. In einem Auto war eine Fahrerin so schwer eingeklemmt, dass sie mittels Crash-Rettung befreit werden musste. In einem der beteiligten Lkw war der Fahrer massiv eingeschlossen. Die Feuerwehr setzte hydraulisches Rettungsgerät ein, um den stark deformierten Fahrerraum zu öffnen. Der Mann wurde nach der Befreiung mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. In einem weiteren Abschnitt befand sich ein Pkw unter dem Heck eines Lkw. Auch hier musste schweres Rettungsgerät eingesetzt werden, um den Fahrer zu befreien und an den Rettungsdienst zu übergeben. Zusätzlich betreute der Rettungsdienst mehrere Ersthelfer sowie weitere Beteiligte, die psychisch durch das Unfallgeschehen belastet waren. Der PSNV-Erkunder unterstützte die Strukturierung der Betreuung und leitete entsprechende Maßnahmen ein. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und unterstützenden Einheiten vor Ort, darunter drei Notarzteinsatzfahrzeuge, fünf Rettungswagen, ein Rettungshubschrauber, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, der Leitende Notarzt, die Feuerwehr Neheim, die Wache 1 Neheim, der Leiter der Feuerwehr Arnsberg, der ELW 1 des Rettungsdienstes HSK sowie der Abrollbehälter Rüst (AB-Rüst) ZFR. Gegen 09:00 Uhr konnte die Feuerwehr ihre Maßnahmen abschließen.
Die A46 war in Fahrtrichtung Hamm in Höhe Neheim noch bis um 14 Uhr 15 wegen Bergungsarbeiten vollgesperrt. Auch ein Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei hat die Unfallstelle untersucht.
Ein LKW und drei Autos waren am Unfall beteiligt
Gestern Morgen um 06:55 Uhr war es auf der A46 an der Ausfahrt Neheim-Süd in Fahrtrichtung Werl zu einem schweren Verkehrsunfall, an dem zwei Lastkraftwagen und drei Autos beteiligt waren. Ein Lkw hatte die Leitplanke durchbrochen und war in den Gegenverkehr geraten. Die Unfallstelle erstreckte sich über eine Länge von rund 100 Metern.
Mehr Infos zum Unfall findet ihr bei Radio Sauerland: https://www.radiosauerland.de/artikel/ursachenforschung-nach-schwerem-lkw-unfall-2607877
