
Rund 142.000 Gäste in acht Monaten: Das Lagunen-Erlebnisbad in Willingen zieht nach seiner Wiedereröffnung eine positive Bilanz. Seit dem Neustart am 22. Dezember 2025 entwickeln sich die Besucherzahlen gut - auch im Vergleich zum früheren Bad. "Auch die Resonanz der Gäste ist größtenteils positiv", so der Willinger Kurdirektor Norbert Lopatta. Kritik von Besucherinnen und Besuchern werde weiterhin ernst genommen und ausgewertet.
Das Lagunenbad in Willingen war im April 2020 geschlossen worden. Nach vielen Verzögerungen bei den Sanierungs- und Bauarbeiten ist es am 22. Dezember 2025 wiedereröffnet worden.
Viele anfängliche Probleme sind behoben
In den ersten Monaten hatte es im laufenden Betrieb noch einzelne Unterbrechungen gegeben. Gründe dafür waren unter anderem Abschlussarbeiten am Bad und anfängliche Probleme im Rutschenpark. Diese seien inzwischen aber weitgehend behoben, so Kurdirektor Lopatta. Auch die Mitarbeitenden würden mit den Abläufen zunehmend routinierter umgehen und seien inzwischen deutlich besser mit der komplett neuen Technik vertraut.
Auch zusätzliche Angebote im Bad werden nach Angaben von Lopatta gut angenommen. Die werktäglichen Aqua-Fitness-Kurse, an denen alle Badegäste teilnehmen können, werden seit April zunehmend stärker nachgefragt. Gleiches gilt für die Schwimmkurse eines externen Anbieters, die seit Mai laufen.
Weitere Neuerungen im Herbst
Für den Herbst sind weitere Neuerungen geplant, vor allem in der Saunalandschaft. Das Ziel: den Bereich für Saunagäste attraktiver machen. Neu eingeführt wurde bereits eine 10er-Karte für die Sauna. Sie gilt jeweils für einen dreistündigen Aufenthalt. Außerdem soll an den schwächer besuchten Werktagen von montags bis freitags das Lagunen-Außenbecken samt Floating-Becken dem textilfreien Saunabereich zugeschlagen werden. Saunagäste sollen dort mehr Ruhe und Exklusivität bekommen. Start dafür ist nach aktuellem Stand der 1. September 2026.
Photovoltaikanlage liefert Strom
Im technischen Bereich laufen weiter Optimierungen. "Ein Projekt dieser Größenordnung oft erst nach einem Jahr oder noch später vollständig im Routinebetrieb angekommen", so die Einschätzung von Kurdirektor Norbert Lopatta. So ging etwa die Photovoltaikanlage im April in Betrieb und hat laut Betreiber seitdem bereits 168.000 Kilowattstunden Strom erzeugt. Das entspreche dem Jahresverbrauch von rund 42 Vier-Personen-Haushalten und einer CO2-Einsparung von etwa 66 Tonnen.
Während einer Revision ist die Beleuchtung im Lagunenbad neu programmiert worden, um Strom zu sparen. Auch an der Lüftung habe es Nachjustierungen gegeben, um die Effizienz zu steigern. Wie stark sich die einzelnen Maßnahmen im Alltag tatsächlich auswirken, könne aber erst im Nachhinein genau bewertet werden.